Mein Gott!

Man mag es kaum glauben – ich dachte zuerst, es handelt sich um einen vorgezogenen Karnvalsscherz aus Köln, aber nein: der schwärzeste aller erzbischöflichen Hardliner, Herr Meisner himself, hat seine Meinung zur Pille danach geändert. 

Hier ist der Link zum WDR-Beitrag.

Da frage ich mich doch erstens, wie denn wohl die Informationsflüsse innerhalb der Kirche sind. Offensichtlich nicht allzu durchlässig, sonst hätte es sich ja wohl schon länger herumgesprochen, dass es unterschiedliche Wirkweisen bei der Pille-Danach gibt. Aber das ist ja eigentlich Verhütung und somit muss man sich da auch nicht drum kümmern.

Und ein Schelm, wer dabei schlechtes denkt… sei es Macht oder Geld.

Achtung, jetzt kommt meine persönliche Spekulation:

Nach der Geschichte mit dem katholischem Kindergarten, dem nach einer „Scheidungs-Kündigung“ der beliebten Kindergartenleiterin von der Stadt die Trägerschaft entzogen wurde (sie ist wieder im Amt, der KiGa ist jetzt städtisch), überlegt man sich wohl doch, dass bei solchen Aktionen die politische Geduld ziemlich kurz und Konsequenzen dann doch mal zu befürchten sind. Und dann frage ich mich, was widerlicher ist: Menschen nicht zu helfen oder ungeachtet der „Kosten“ den Machterhalt zu sichern. Dreimal Pfui.

  • Hmm, ob das tatsächlich eine Kehrtwende ist oder nicht doch ein cleverer PR-Coup, um die öffentliche Meinung wieder zu beschwichtigen – von wegen widerlich?
    Bei uns im Radio (SWR) wurde gesagt, er habe nur die Position verkündet, die eh schon in der kathol. Kirche Konsens sei: Dass im Notfall die Sorte Pille geht, die den Einsprung verhindert, weil es in der Lesart des Vereins keine Abtreibung sei; dumm nur, dass die SOrte Pille danach natürlich nicht sicher ist!

  • Ihm sei nicht klar gewesen…! Wer soll das denn glauben?

  • Nun, ich sehe das lockerer – Lasst uns nicht so hart sein, das Wichtigste ist doch für uns alle, dass in Zukunft hilfesuchende Frauen nicht mehr abgewiesen werden, oder? Auch der Kardinal mag über eine minimale Einsicht verfügen, und wenn es nur ein öffentlichkeitswirksames Getue ist, um so besser.

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