Jour d’Hermès

Hermès Parfums - Jour d'Hermès

Die Lobeshymnen im Internet sind beeindruckend, man überschlägt sich geradezu ob des neuen Dufts von Hermès, natürlich komponiert von Jean-Claude Ellena. Ja, ja.

Ich bekam Duft und Pressemappe und las als erstes:

„Ich wollte ein Blumenmeer kreieren, aus dem jeder die Blüten auswählen kann, die er gern riechen möchte.“

Ich mag Hermès-Düfte und neben Christopher Sheldrake (Serge Lutens-Düfte) ist Jean-Claude Ellena, der Parfumeur von Hermès, mein absoluter Lieblingscreateur.

Aber Blumen, Blumen…  ich stehe nicht auf blumiges. Ich mag Vanille, Amber, Patchouli, Oud (= Duftrichtung heftig) oder Zitrus, Verveine, Lavendel, Minze (=Duftrichtung Sommer in der Provence). Aquatisch brauche ich nicht, blumig auch nicht. Da hat mir noch nie ein Duft so richtig gut gefallen.

Andererseits: da war Jean-Claude am Werk. Der kann das. Und die diversen Gärten von Hermès mag ich auch, allen voran der Dachgarten (Un Jardin sur le toit). Und wie sagt ein befreundeter Trader immer: probieren gilt.

Packung aufgemacht, traumhafter Flakon. Schweres Glas, der Schriftzug gegenüberliegend angebracht und man sieht in durch den Flaschenboden hindurch, magnetischer Verschluss der Kappe und natürlich nachfüllbar (den Flakon wirft auch freiwillig niemand weg). Insgesamt ist das Gesamtpaket einfach gut wie es auch dem Anspruch von Hermès entspricht: eine traumschöne Pressemappe, ein durchdachtes Konzept für den Duft, alles greift ineinander und passt. So weit, so gut.

Aufgesprüht.

Natürlich hat Jean-Claude wieder ein wunderbares Parfum komponiert, erst ein wenig zitronig-frisch, dann wird es blumig. Und zwar langanhaltend blumig.

Es ist ein gut gemachter Duft, ich habe eine Woche durchgehalten, ich bekam Komplimente im Büro und Nachfragen von drei Kolleginnen, was das denn für ein Duft sei.

Lieber Jean-Claude, ich mag dich sehr, aber leider nicht alle deine Düfte. Diesen habe ich an eine der drei Kolleginnen verschenkt, sie liebt ihn und er passt zu ihr. Nächstes Mal bitte wieder Vanille, Amber, Patchouli, Oud….

Ach ja, der offizielle Teil:

Jour d’Hermès Eau de Parfum gibt es im nachfüllbaren Flakon (30 ml 58 Euro, 50 ml 81 Euro, 85 ml 111 Euro) und als Nachfüllflakon (125 ml 108 Euro), passend dazu gibt es Duschgel (200 ml 50 Euro), Körpermilch (200 ml 60 Euro) und Deodorant Spray (150 ml 38 Euro).

(Quelle Bildmaterial: Hermès, das Produkt wurde zur Verfügung gestellt)

  • Ich bevorzuge überwiegend frische Düfte. Meine Favoriten sind Zitrus und Verveine Duftnoten. Das liegt aber auch an meiner empfindlichen Nase. Viele Parfüms bereiten mir Kopfschmerzen.
    Am Jour-Dhermes werde ich auf alle Fälle schnuppern. Hermes hat schon aussegewöhnliche Düfte.
    LG Cla

  • Wann kommt der nur mal endlich in die Läden?
    Ich konnte ihn in München noch nicht finden…

    Bin großer Hermès Düfte Fan, Jardin sur le Nîle ist mein liebster. Ich bekomme sehr selten Komplimente für Parfüm, aber die meisten für ihn. Den letzten Jardin fand ich übrigens (im Gegensatz zu dir *g*) eindimensional grün und an mir äußerst seltsam und dazu fastlangweilig (bei Parfumo ist der Kommentar „grün grün grün sind alle meine Duftkomponenten“ von mir). Aber es ist ja durchaus anzunehmen, dass er an anderen gut/anders riecht.

    Wirklich blumig trage ich nicht, meine täglichen Favoriten sind Bottega Veneta, Eli Saab, Liz Earle No15. Dann noch 2 wirklich leichte: Acqua die Parma Blu Mediteraneo (die Sizilianische Mandel) und von La Martina den Adios Pampa Mia Mujer (Haselnüsse!).
    Trotzdem will ich den neuen unbedingt riechen, man braucht auch mal neue Anregungen!

  • Christiane

    Ich finde den Duft schön – und er füttert meine Sehnsucht nach dem Frühling. Nach den schwereren, im Winter gern getragenen (Oud/Vanillee/Amber/Weihrauch usw.)Düften eine willkommene Abwechslung.
    @Schnikki – es gibt ihn schon – zumindest in Berlin bei dem Türkischen Riesen und in den Hermes-Boutiquen. Da sollte er doch in München auch schon angekommen sein?

  • Christiane

    @Schnikki – statt Türkisch bitte Türkis lesen 😉

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