Winterfreuden zu Hause, oder

wie schön es sein kann, wenn es in Berlin schneit! Wir hatten buchstäblich neun Tage Dauerregen. Nicht mal einen Regenschauer, nicht mal einen Guss, sondern von morgens bis abends graue Matsche, Wasser von oben, Pfützen auf den Straßen, dreckige Autos, schmutzige Schuhe, kein Licht, gar nichts. Ich bin wirklich nicht besonders empfindlich, aber sogar ich war allmählich etwas niedergeschlagen. Zumal das Wetter auch die wunderbare Entwicklung, die ich sonst im Januar immer genieße, dass die Tage nämlich zusehends länger werden, zugedeckt hat.

Aber dann, am Freitag, wachte ich morgens auf und es regnete nicht. Im Gegenteil hatte es ganz fein ein bisschen geschneit, es war kalt, so dass der Schnee größtenteils liegen blieb, alles hell und freundlich aussah und ich am Kanal auf meiner Laufrunde mit Peter Fox sagen konnte „schwarz zu blau“ – und das ist wunderbar, wenn man morgens im Dunklen losläuft und die Runde im Hellen beenden kann.

Und heute morgen war es noch schöner, denn es hatte bei klirrender Kälter noch viel mehr geschneit, und ich bin mit meiner Freundin im die Krumme Lanke gelaufen. Durch den vielen Schnee hatten wir sogar um halb acht schon gutes Licht, das sich im Laufen mehr und mehr verstärkte. Dazu der halb zugefrorene See, der nahezu menschenleer war, die Sicht auf die beschneiten Bäume: pures Glück.

  • Ich empfinde die Welt als besonders friedlich aussehen, wenn Schnee liegt (wohlwissend, dass die Welt natürlich ist wie immer). Aber ich mag Winter, ich mag Schnee und die Luft dazu und ich mag die Ruhe, die Schnee ausstrahlt.

  • Januar ist der Monat, den ich überhaupt nicht mag, es sei denn, ich bin im Urlaub. Warum das so ist, weiß ich auch nicht. Ich freue mich auf den April…

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