Frau muss nicht jede Einladung zum Tanz annehmen, oder

wie man ein Problem auch lösen kann. Es ist ja nun November, und ihr wisst alle aus meinen anderen Artikeln, das ich einen Garten habe, den ich winterfest beziehungsweise winterbereit machen muss, nein, möchte, denn im Frühling will ich nicht lauter olles halbverwestes Zeug abschneiden und entsorgen, sondern loslegen und lockern und mich an den frischen Trieben freuen.

Nun ist mein Garten nicht besonders groß, so ist das halt in der Hauptstadt, aber er hat zwei große Terrassen, die im Sommer überborden von Blumen in Kübeln (mein Ziel ist es immer, dass man die Töpfe nicht mehr sieht und bisher habe ich das auch immer geschafft). Maßhalten ist nicht meine Stärke, also sind es viele viele Kübel, die dementsprechend entleert (ich halte nichts von dieser alten durchwurzelten Erde fürs nächste Jahr) und in die Garage geschafft werden müssen.

Hinzu kommt, dass dann die Terrassen einen traurigen Anblick bieten, so dass ich auch erst mal alles Unkraut und Moos aus den Fugen kratzen und sie putzen muss. Zusammen mit dem letzten Staudenrückschnitt, dem letzten Mal Rasenmähen und vorherigem Laubrechen habe ich gestern und heute damit etliche Stunden verbracht. Aber es müssen auch noch die Gartenmöbel zusammengelegt, auseinandergeschraubt und in der Garage verstaut werden (das letztere Puzzle ist fast das Schlimmste). Ich wollte gerne, dass mein Mann mir hilft, weil ich sowieso schon alles andere undsoweiterundsofort. Er wollte nicht, weil er zu arbeiten hatte.

Ja, wir haben uns gestritten. Völlig unnötig und total doof. Ich habe das dann aber zumindest abgebrochen und bin dann in den Garten, habe die Möbel vorne und hinten einfach auf den Rasen gestellt und die Terrassen schön gemacht. Auf dem Rasen habe ich sie auch stehen lassen. Und nichts gesagt. Nun ist es schon dämmerig und ratet, was mein Mann macht. Genau, die Gartenmöbel auseinander und in die Garage. Aber ich schwöre, ich hätte sie auch bis in den nächsten Frühling stehen lassen!

  • Hi,

    so ähnlich ging es mir mit dem Müll, den ich während dem Kochen auf die Terrasse gestellt hatte, mit der Bitte ihn doch zu entsorgen.( Er saß auf dem Sofa)
    Es hat 24 Stunden gedauert 😉
    Gruß Sabine

  • Tja, manchmal muss man eben durchhalten. Und auch mal die Vorstellung, dass immer alles nach dem eigenen Kopf (und sofort) gehen muss, loslassen. Befreit ungemein!

  • Männer *augenroll*… wir haben zwar nur einen Balkon, aber die Müllsäcke mit den Resten der Sommerbepflanzung stehen immernoch (seit Oktober) und warten auf ihre Entsorgung durch starke Männerarme ;-).

  • Halt durch, Schwester!

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