Tutorial: Flüssige Highlighter

Highlighter gehören zu den Produkten, die – zumindest in Puderform – ausgesprochen schön aussehen und in limitierten Editionen blitzschnell ausverkauft sind. Bei mir gehört Highlighting auch zum Minimal-Makeup – weil der Effekt einfach so gut ist. Aber: es muss richtig gemacht werden, sonst gibt es den „Diskokugel“-Effekt. Der ist an niemanden schön, aber ab Mitte 30 wird es peinlich…

Die heilige Regel lautet:

Man darf den Highlighter nicht bewusst sehen. Niemals nicht. Kein Schimmer/ Glitzer/ irgendwas, wenn die Sonne ins Gesicht scheint. Kein Gold, kein Silber. Es geht um Licht und nicht um Schimmer. Junge Haut reflektiert das Licht stärker, einfach weil sie glatter ist. Man kann sich einfach mal Photos aus der Jugendzeit anschauen, die Haut „glowt“, aber glänzt nicht metallisch. Das ist der Effekt, der erzielt werden soll.

Und wie bekommt man das hin?

Eigentlich ganz einfach: das richtige Produkt, das richtige Werkzeug und die richtige Technik.

Zu letzterem gibt es ein wunderbares Video von Lisa Eldridge. Ich habe es vor gut anderthalb Jahren zum ersten Mal gesehen und dann meine eigenen Versuche gestartet.

Das Video ist in Englisch. Ich habe es mir mal in stumm angeschaut, ist nicht so einfach, aber ab 4:30 sieht man die Technik, wie sie den Highlighter aufträgt und wie das Ergebnis aussieht. Mit Ton ist es aber erheblich lehrreicher.

(Quelle Video: lisaeldridge.com)

Die Zusammenfassung: man nehme den Pinsel, den man auch für die Foundation genommen hat (vorzugsweise ein flacher!) und benutzt eine minimale Menge. Der Highlighter wird beginnend von der Augenbraue im Halbkreis oben auf die Wangenknochen aufgetragen.

Damit wäre dann auch schon die Frage des richtigen Werkzeugs geklärt, ein flacher Foundationpinsel wie die Nr. 100 von Blushhour (Link) oder der MAC 190 oder zum Testen vielleicht auch die Preiswertvariante von Ebelin aus dem DM (Link) ist das optimale Tool.

Den Highlighter bitte nie direkt im Gesicht auftragen, immer zuerst auf den Handrücken, mit dem Pinsel aufnehmen und dann verteilen.

Womit wir dann beim ganz schwierigen Kapitel sind: die passenden Produkte.

Wie schon gesagt geht es um den Glow und um ein Makeup, mit dem man auch tagsüber einfach besser aussieht. Das geht auch mit dem einen oder anderen pudrigen Produkt (s. dazu auch mein alter Artikelex gf goexback.com how to get your ex back

> zu diesem Thema), aber erheblich einfacher geht es mit der cremigen Variante.

Ich kann für helle Haut die folgenden zwei Produkte empfehlen:

  • Lancôme Eclat Miracle (32 Euro)
  • Clarins Eclat Minute Embellisseur Teint (26,50 Euro)

(ich habe beide von den Firmen bekommen)

Ehrlich gesagt finde ich in dem Zusammenhang den Preis nicht so erheblich, man braucht so wenig, dass eine Tube ewig reicht. Wichtig ist, dass die Schimmerpartikel extrem fein sind, gröberes sieht man nach dem Verteilen wieder auf der Haut. Ich habe den einen oder anderen Versuch mit preisgünstigen Varianten gemacht, das Ergebnis sieht einfach ungleichmäßig oder irgendwie grob aus.

Beide Produkte sind in etwa gleich schimmerig und bei beiden ist der Schimmer extrem fein.

Eclat Miracle ist eher dünnflüssig und die Farbe ist eine MIchung aus silbe und champagner. Eclat Miracle lässt sich extrem dünn verteilen, man kann es also bestens dosieren nach persönlichem Geschmack. Ich würde das auch immer bei hellem Sonnenschein ausprobieren und im Vergrößerungsspiegel begutachten. So kann man sich ganz gut an die richtige Menge herantasten.

Clarins etwas cremiger (und auch in drei Farben erhältlich, ich habe den Farbton 00 Rose Shimmer, es gibt noch 02 Champagne Shimmer und 03 Bronze Shimmer), der Farbton ist deutlich rosa und passt gut zu meinem Hautton. Vom Effekt her sieht man kaum einen Unterschied zu Lancôme.

Ich mag beide gleich gerne, welchen ich nehme, hängt bei mir von den übrigen Makeup-Farben ab. Ich bin meist eher neutral geschminkt mit kleinem Ausschlag Richtung warm oder kalt, bei warm ist es dann Lancôme, bei kühlen Tönen Clarins. Da es aber von Clarins noch zwei weitere Nuancen gibt, empfehle ich wie immer schlichtes Ausprobieren. Man sollte sich mit Konsistenz und der Farbe absolut wohlfühlen.

Und noch eine Warnung: wir vermischen NIEMALS den Highlighter mit der Foundation und tragen das dann flächendeckend auf. Das ist GANZ GANZ FURCHTBAR und sieht immer künstlich, metallisch, speckig, blöd und alt aus.

So, das war der Teil für alle mit fettiger und normaler bis leicht trockener Haut und ohne ausgeprägte Augenfalten. Insbesondere letzteres ist keine gute Kombination mit schimmerigen Produkten.

Was tun? Schwierig. Eine Möglichkeit ist ein Gesichtsöl, dass hauchdünn über der Foundation aufgetupft wird. Ich habe das mal in einem Bobbi Brown-Video gesehen, dort wurde mit dem entsprechenden Face Oil von Bobbi Brown gearbeitet. Das ganze hat den Vorteil, dass durch das Öl die Falten etwas ausgebügelt werden und kein Schimmer auf der trockenen Haut steht, sondern es ein wenig wie frisch eingecremt reflektiert. Ich habe das nicht selbst ausprobiert (mangels passendem Hauttyp), würde aber zum Testen einfach ein wenig Mandelöl in der Apotheke kaufen. Vielleicht kann ja mal jemand mit trockener Haut berichten, wie das funktioniert?

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