Wer mal so richtig mitgehen will und keine hohen Ansprüche stellt,

der ist bei dem Film „Was passiert, wenn es passiert ist“ richtig. Ich war mit meiner großen Tochter, wir wollten lachen, wir hatten beide eine anstrengende Woche gehabt und keine Lust auf „was bleibt“ oder die Biografie von Steve Jobs oder einen Film über Samenspender (Starbuck), der von seinen zwanzig Kindern verfolgt wird oder etwas über die Heiligsprechung der Schwiegertochter. Frisch gepresst hätten wir auch genommen, schon wegen der göttlichen Diana Amft, aber der lief ja erst ab nächster Woche.

So, also ein Staraufgebot, allen voran Cameron Diaz als wunderbar zwanghafte personal trainerin einer Abnehmshow, die zufällig schwanger wird. Es ist ein sogenannter Episodenfilm, das heißt, alle werden zufällig oder geplant schwanger, versuchen schwanger zu werden, sind schon Eltern, ob sie es nun wissen oder

nicht oder können nicht schwanger werden. Mir haben alle Schauspieler ganz gut gefallen, erstaunlich gut war Jennifer Lopez, von der ich auf der Leinwand noch nie etwas gesehen hatte, die aber die unfruchtbare Frau, die ein Adoptivkind bekommt, so anrührend spielt, dass mir die Tränen in den Augen standen. Die Geburtsszenen waren wie immer im Kino total übertrieben, was das Geschrei angeht, oder absolut unrealistisch (die werdende Zwillingsmama, die flötet „Schau dir ruhig deine Sendung noch zuende an Schatz, die Wehen kommen ja erst alle zwei Minuten!“).

Wir haben uns gut unterhalten, und dafür war der Film ja auch gedacht. Er rührt, belustigt und amüsiert. Aber er kommt natürlich nicht an die Mutter aller Episodenfilme (Tatsächlich Liebe) heran, aber das geht glaube ich auch gar nicht.

Viel Spaß dabei!!

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