Wenn mich gleich ein Auto überfährt…

Die Tage habe ich (mal wieder) lange mit Janne telefoniert und irgendwie kamen wir auf das Leben an sich zu sprechen. Bei uns beiden ist es ziemlich vollgestopft mit Familie/Haushalt, Job und den „privaten“ Dingen wie Freunde, Blog, Sport usw. Aber: das haben wir uns so ausgesucht und wenn es nicht passen würde, könnten wir es ja ändern.

Nicht ändern lässt sich der Zeitpunkt, an dem das Leben hier vorbei ist. Und die Frage ist: wenn es denn so weit ist – schaut man zufrieden zurück oder trauert den verpassten Gelegenheiten und Dingen hinterher?

Ich für meinen Teil kann da sagen: wenn morgen das berühmte Auto kommt, ich hätte nichts verpasst. Vielleicht nicht alles in vollen Zügen ausgekostet. Aber ziemlich wenig verpasst und so gelebt, wie ich gerne wollte. Ich habe einen tollen Mann und die megatollsten Töchter (tut mir jetzt leid für die anderen Mütter). Ich gehe jeden Morgen gerne ins Büro, mein Job ist einfach klasse, nur das Geld ist natürlich immer zu wenig (Wink mit dem Zaunpfahl Rich

tung Chef).

Mein Freundeskreis hat sich in den letzten Jahren neu sortiert, Janne kenne ich noch nicht sooo lange, meine liebste N. ist auch erst vor ein paar Jahren dazu gekommen und im „erweiterten“ Bekanntenkreis gibt es einige Menschen, die mir lieb und teuer geworden sind.

Sport mache ich auch wieder sehr regelmäßig, ich gehe mit meinem Mann ins Theater und auf Konzerte (apropos: am 31.10. geht es nach Berlin zum einzigen Deutshlandkonzert von Crime & The City Solution – erinnert sich noch jemand?). Mittlerweile habe ich auch wieder eine Lokation gefunden, wo man tanzen gehen kann.

Und dann natürlich FabForties – was würde ich eigentlich in meiner Freizeit machen, gäbe es diesen Blog nicht mitsamt den Themen, über die man nachdenkt, den schönen Produkten, die man ausprobiert und den Leserinnen, die wunderbare Kommentare schreiben und das ganze erst so richtig schön machen?

Leben, was will ich mehr?

Und das Auto möge bitte nach dem Jahr 2061 kommen, ich will nochmal den Halleyschen Kometen sehen.

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  • Das ist doch toll, wenn man mit sich und dem Leben zufrieden ist. Mir geht es da ganz ähnlich und ich bin sehr glücklich darüber.
    Vielleicht liegt es auch daran, dass man mit zunehmenden Alter mehr über die Endlichkeit des Lebens nachdenkt.
    Insofern habe ich immer Schwierigkeiten mit Leuten, die permanent unzufrieden sind. Wollen die so sterben? Oder glauben diese wirklich auf den letzten Metern ändert sich noch alles. Vor allem möglichst ohne ihr zutun?
    Viele Grüße und schöne Herbstferien!

  • Schön, wenn einem das so bewußt ist. Herzlichen Glückwunsch !

  • Jetzt mal die Hand auf´s Herz. Vieviel von hundert Menschen sind wirklich
    zufrieden oder zu 100% glücklich?
    Und was bedeutet es glücklch zu sein? Materielle Dinge zu besitzen? Für den ein oder anderen sehr wichtig.Gesundheit ist für mich das wertvollste, nach meinen Kindern, das ich besitze. Es macht mich glücklich, morgens von den treuen Kinderaugen angeguckt zu werden. Alle sind gesund und freuen sich auf den Tag. Insofern denke ich, das Auto kann erstmal noch einen Umweg fahren, bis es zu mir kommt. Hab noch einiges vor mit den Jung´s und mit mir natürlich auch.:-)

  • Also meine Lieblingstante ist genau in meinem Alter (52) gestorben und ich muss zur Zeit viel an sie
    denken. Nee , es passiert noch soviel und da soll noch so viel kommen, das Auto soll bitte eine andere Strasse nehmen.