Ungeschminkt

Was für ein Thema – zumindest bei einem Beautyblog. 

Ich bin in Sachen Schminke eher entspannt, ich mache das nach Lust und Laune und aktuellem Hautzustand. Manche Wochenenden verbringe ich völlig ungeschminkt, ich habe auch wenig Probleme damit, ungeschminkt in die Stadt zu gehen.

Etwas ganz anderes ist das „offizielle“ Leben, ich würde NIEMALS ungeschminkt ins Büro gehen. Ich finde, ein angepasstes Outfit ist in der Geschäftswelt einfach notwendig und dazu gehört für mich auch ein Makeup. Genau wie gewaschene Haare. Es muss nicht unbedingt viel sein, im Sommer auch gerne mal nur eine leichte Foundation, Blush, Eyeliner, Mascara und was leichtes für die Lippen. Aber ohne – niemals.

Dieses sehr individuelle Thema hat mich natürlich auch zum Nachdenken gebracht. Ich schaue mir andere Frauen – gerade im

Büro – schon sehr genau an. Da ist zum Beispiel eine Kollegin, die nicht nur ausgesprochen nett, sondern auch noch extrem gut ist. Die Hälfte des Makeups würde es aber auch tun. Oder die jüngeren Kolleginnen mit den bunten Nagellacken. Sieht teilweise gut aus, aber halb abgeblättert nach dem Wochenende kommt halt einfach nicht gut. Genau wie falsche Fingernägel (nein, es gibt keine gut gemachten, sie sehen IMMER nach falschen Fingernägeln aus).

Und ungeschminkte Frauen im Büro. Das mag ich überhaupt nicht. Ich finde, das sieht einfach unprofessionell aus. Man geht auch nicht in Jeans und T-Shirt.

Ich habe dann immer das Bedürfnis, die List meiner No-Gos auszuhängen. Aber das ist natürlich der Punkt: es sind meine No-Gos, nicht die anderer Frauen.

Wie ist es denn bei Euch? Auch zweigeteilt oder immer geschminkt?

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  • ich denke, das hängt vom Job ab. Da ich nur am Telefon Kundenkontakt habe, ist die Stimme natürlich viel ausschlaggebender. Ich kann auch problemlos ungeschminkt sowie in Jeans und T-Shirt ins Büro gehen. Etwas anderes sind Präsentationen – da muss man auch optisch was hermachen und dementsprechend wird das Outfit angepasst. Mit dem Make-Up experimentiere ich noch – da fehlt mir schlichtweg die Routine, trotz meiner 31 Jahre.

  • Ich würde niemals ungeschminkt oder mit ungewaschenen Haaren ins Büro gehen. Ich lege noch einen drauf: Ich gehe auch nie in Jeans ins Büro, ja nicht einmal in legeren Hosen. Allenfalls im Hosenanzug, aber 99 % trage ich Röcke und Kleider.

  • Ich arbeite an einer technischen Hochschule. Hier zieht jeder an, was er möchte. Dementsprechend ist die Bandbreite;-)… Bei meinem ersten Arbeitsplatz gab es eine Kleiderordnung, da waren kurze Hosen für Männer mit Kundenkontakt verboten…

  • Trotz eines gut gefüllten Badezimmerschranks gehe ich fast immer ungeschminkt zur Arbeit. Aufgrund des Familienmanagments muss ich schon um 05.00h raus aus den Federn, damit ich um 06.30h im Büro bin. Gepflegt halt aber ungeschminkt, wie meine männlichen Kollegen.
    Am Wochenende oder zum Ausgehen, wenn ich Zeit zum Schminken habe mache ich das für mich.

    Danke für den schönen Blog!

    Lieben Gruß aus Essen

    Lisbeth

  • Ich dachte, wir sehen heute ein „ungeschminkt Bild“ von dir
    Irit ;-))

    Ich kann in meiner Freizeit auch ganz ungeschminkt aus dem Haus ohne das ich mich unwohl fühle. Im Job schminke ich mich immer etwas, je nach Laune mal mehr oder weniger.Und die Haare müssen auf jeden Fall gestylt sein, dann lieber keine Tusche..
    Kleidung ist bei mir am besten ältere Sachen tragen, da ich bei einem Discounter arbeite und man sich eh schonmal dreckig macht und ich sowieso nen Kittel tragen muß :-((
    Manchmal möchte ich schon zwei meiner Kolleginnen wenigstens die Haare mit Gel bearbeiten,… da wird nichts gemacht, geschweige denn Make-up, wer weiß, ob die überhaupt was von GesichtsPFLEGE verstehen…..Sowas könnte ich nicht, ein bisserl ist doch nicht zuviel Arbeit und macht unheimlich was aus….

    Happy day @ all

  • Das Haus verlasse ich, ausser am WE zum Sport, nie ohne Make up und gewaschene Haare. Da die allerdings kurz sind, und morgens entsprechend zu Berge stehen, bleibt mir auch gar nichts anderes übrig :-).

    Im Büro trage ich Kleider, hohe Schuhe oder Stiefel, Tuchhosen, keine Jeans.

    Mir gefallen vereinzelt Nagellackfarben, z.B. von Chanel,usw. Aber fürs Büro ziehe ich dann doch die dezemteren Varianten vor. Ich fühle mich damit in der beruflichen Alltagssituation dann doch wohler, zumal die Hände ständig im Blickfeld sind. Manchmal sehe ich bei Kolleginnen, wie das wirkt, wenn die Nägel ( selbstverständlich gepflegt und gefeilt) knall blau sind oder gelb.Natürlich ist das eine ganz persönliche Entscheidung, aber irgendwie wirkt es ein bischen zu bunt, und ich bin dann gerne geneigt, Rückschlüsse zu ziehen….

  • Ich geh nicht mal ungeschminkt zum Muelleimer!

  • wow – die ganze Bandbreite 🙂

    Ich denke, es hängt in der Tat vom Job ab – wobei sich ein dezentes Makeup und gewaschene Haare immer gut machen.

    Ich glaube, ich muss nochmal etwas über die Kleidung schreiben. Früher dachte ich immer, dass ich dank meines mathematischen Fachverstandes engagiert wurde und nicht als Model. Aber in Abhängigkeit von den eigenen Ambitionen muss man dann aber doch mit den Wölfen heulen bzw. den ungeschriebenen Gesetzen des Business folgen.

  • Verwechselst Du Körperhygiene mit individueller Gestaltungsfreiheit der eigenen Person? Dass man mit gewaschenen Haaren in der Arbeitswelt auftritt, ist für mich eine Selbstverständlichkeit. Wie jemand sich stylt oder auch nicht, sollte dagegen jedem selbst überlassen bleiben. Grenzen werden schon durch den Arbeit- oder Gesetzgeber gesetzt. Ich muss z.B. die Fingernägel kurz und unlackiert tragen, auch Schminke wird nicht unbedingt gern gesehen. Und ich spreche doch nicht jemandem die fachliche Kompetenz ab, nur weil er un- oder für Deine Begriffe schon wieder zu viel geschminkt ist. Für mich hat das halt auch was mit Toleranz zu tun (genauso wie Kleidung.

  • In gewissem Rahmen stimme ich beim Toleranzthema zu (wobei ich bekennend intolerant bin), aber wie du schon selbst schreibst, wird von dir hinsichtlich des Styling etwas erwartet.

    Ich bin in der grauen Welt der Dax-Konzerne unterwegs und da gelten eben andere Regeln und die sind auch noch sehr diffizil. Wenn Du grob gesprochen mit einem Nutten-Makeup rumläufst, nimmt dich niemand ernst. Wenn du zu kurze Röcke trägst, dito. Eben eine Frage der Karrieregestaltung. Und die hängt von solchen Sachen ab, ob man will oder nicht.

  • Genau Irit, so isses!

  • Gut gewaschene Haare, Duschen, Deo und Co. gehört zur Körperhygiene und nicht zum Make-Up. Bei der Hygiene gibt es keine Kompromisse, das muss einfach sein und soviel Zeit hat man auch. Dann lieber beim Make-Up sparen. Gscheite Frisur – ich hab da Glück mit meinen sehr langen Haaren, die sind einfacher als jede Kurzhaarfrisur -, Körperpflege im Sinne von Duschen, Deo, Gesichtspflege inkl. Brauenzupfen etc. müssen einfach sein.

  • Für mich ist gepflegt zu sein auch gar nicht gleichzusetzen mit geschminkt sein.
    Ich bin eigentlich eher neidisch auf die Frauen, die gepflegt und professionell aussehend, aber ungeschminkt arbeiten gehen, denn für mich heißt Makeup Ausgleichen meiner mehr oder weniger eingebildeten Makel. Ungeschminkte Frauen sehen aber um die Mittagszeit definitiv frischer aus als ich (=Mascarakrümel unter den Augen, Makeup abgesetzt/zerflossen, wenn ich nachpudere, siehts noch schlimmer aus, Lidschatten abgesetzt, Lippenstift weg – nachziehen machts noch schlimmer) – und trotzdem kann ich die dezente Schminkerei nicht sein lassen, weil es wenigstens kurz besser aussieht (und auch Spaß macht).

  • Ich gehöre auch zu der Fraktion, die ohne Make-up nicht mal zum Mülleimer geht.
    Außerdem finde ich, dass hochwertige Kleidung und entsprechendes Äußeres einfach dazugehören, wenn man privat und beruflich ernst genommen werden möchte.
    Wenn man dazu keine Lust hat müss man sich auch gefallen lassen evtl. in eine Schublade gesteckt zu werden, die einem nicht paßt.
    Danke für den netten Blog!
    Viele Grüße aus Berlin
    Rani

  • Liebe Anne, da müssen wir aber mal dran arbeiten. Weder Mascarakrümel (eindeutig falsches Produkt!) noch zerflossene Foundation (vermutlich zu viel Pflege + falsches Produkt) noch abgestzter Lidschatten (ich sage nur: Urban Decay Primer Potion, ok,muss man erst besorgen, aber hilft definitiv) sind normal. Lippenstift ist normal, da muss man halt mal nachlegen, aber da dürfen auch keine Ränder stehen bleiben, das ist auch nicht gut. Da helfen wir aber sehr gerne weiter – wenn du magst!

  • Ach, Irit, UDD hält bei mir weniger gut als der Artdeco – der hält wenigstens bis Mittag (ohne Augencreme: Pergamentknitterhaut, auch nicht schön); ALLE Mascaras schmieren (wasserfest, nicht wasserfest, billig, teuer); am besten hält die Kanebo 38Grad, aber die krümelt auch ab nachmittag. Zum Glück habe ich schwarze Wimpern; mit etwas Wimpernzangenschwung gehts ganz ok auch ohne Mascara.
    Nachlegen geht einfach nicht – glaubs mir. Alles probiert. Weniger Pflege: fettende Haut mit Knitterfältchen ;-). Allerdings: mit meiner Foundi bin ich gerade sehr, sehr glücklich: Bourjois Healthy Mix Serum. Die ERSTE, die sehr natürlich aussieht, lange hält und sogar etwas deckt und nicht mal teuer ist; drüber Becca-Puder. Schöner als meine TMs und BBCream.
    Und mit Rouge hab ich keine Probleme; mein wichtigster Frischmacher morgens (mein neuer Pinsel und das neue Rougetesterchen von dir sind übrigens super) – das ist doch mal was…

  • Für mich persönlich gehört ein dezentes Make up schon dazu um mich gepflegt zu fühlen.
    Ungeschminkt ginge ich niemals zur Arbeit.
    Wenn über Nacht meine Utensilien verschwinden würden, würde ich mich krank melden (und das meine ich leider ernst).
    Ich denke, dass mich niemand als besonders auffallend geschminkt bezeichnen würde, dabei kann das Ganze schon eine halbe Stunde dauern.
    Wichtig sind einfach die richtigen Produkte, Farben und Techniken- dann sieht es nicht geschminkt aus und hält wirklich von morgens bis zum späten Abend.
    Ich habe aber auch überhaupt kein Problem mit ungeschminkten oder stark geschminkten Frauen- jeder wie er mag!

  • Immer geschminkt, aber gerne mal im T-Shirt, dafür nie Jeans. Gibt es offizielle Sachen, dann natürlich profimäßig, ansonsten doch eher bequem-chic.

  • Immer geschminkt, aber gerne mal im T-Shirt, dafür nie Jeans. Gibt es offizielle Sachen, dann natürlich das, was allgemein als profimäßig erachtet wird (aber eigentlich gar nichts aussagt), ansonsten doch eher bequem-chic.
    Frischgewaschene Haare, geduschter Körper, Deo und saubere Hände, sauberes und ordentliches Outfit halte ich nicht für diskutabel, das ist eine Selbstverständlichkeit. Aber die Hosenanzug-Wickelkleid-Pencil Skirt-Varianten finde ich genauso langweilig (und durchschaubar) wie dunkelblaue Anzüge, hellblaues Hemd und dezente Krawatte oder sowas in der Art bei Männern.