Die kleinen und großen Freuden des Alltags, oder

warum freuen wir uns eigentlich nicht einfach öfter mal? Ich las neulich, dass das große Lebensglück in Wirklichkeit darin liegt, fähig zu sein, sich täglich und immer wieder zu freuen. Das macht in Summe mehr aus als die große Liebe! Darüber musste ich erst mal ein wenig nachdenken, bin dann aber zu dem Schluss gekommen, dass es sehr wohl stimmen kann.

Natürlich gibt es ein paar basics im Leben, die einfach stimmen müssen. Damit meine ich ein Dach über dem Kopf, genug zu essen und weder materielle noch psychische Not. Wie es den Mädels von Pussy Riot in Russland ergangen ist, bevor sie diese Aktion gestartet haben und vor allem, nachdem, das möchte ich mir nicht wirklich vorstellen.

Aber wenn das Grundgerüst für das Leben so stimmt, dann ist es natürlich wunderbar, wenn man auch noch einen Beruf hat, der einen ausfüllt und den man gerne ausübt. Und Menschen, die einem nahestehen und die man lieben kann. Einen gesunden Körper, der sich gerne bewegt und in dem man sich wohlfühlt.

Und dann kommt dieser subjektive Glückslevel ins Spiel. Ich kenne viele Menschen, die sich vo

n morgens bis abends immer schrecklich ärgern. Morgens darüber, dass die Zeitung wieder nicht da ist, dass die alle so bescheuert autofahren, dass der Lieblingsparkplatz besetzt ist, dass das Büro so schlecht geputzt und die Anrufer alle so doof sind… (bitte selbst fortsetzen).

Genauso aber kann ich mich morgens darüber freuen, wie schön der Tau auf dem Gras funkelt, dass die Sonne so schön scheint, ich so gut durchkomme, die Post schon da ist, wenn ich das Büro betrete, keiner meiner Kollegen krank ist, eine liebe Kollegin mir einen nette mail geschrieben hat, dass mich überhaupt jemand anruft… (bitte selbst fortsetzen). Das Interessante an diesem Sich-selbst-glücklich-sein-lassen ist, dass man nichts und niemanden dafür braucht. Nur einen Moment der Ruhe, um den Blick schweifen zu lassen auf der Suche nach etwas Schönem.

Und glaubt mir, es ist immer etwas da, ich schwöre, also: Lasst es uns jeden Tag mindestens drei Mal versuchen. Ich verspreche euch drei strahlende Lächeln pro Tag, und diese wiederum erhellen eure Umgebung und das setzt sich fort und dann…. (bitte selbst fortsetzen).

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  • Guten Morgen!
    Ein wunderschöner Artikel, dem ich aus vollstem Herzen zustimme. Wir haben es selbst in der Hand, ob wir glücklich sind oder nicht und es liegt an uns stets an uns selbst zu arbeiten und die schönen Dinge im Leben wahrzunehmen.
    Danke!
    LG Anita

  • etwas interessantes habe ich neulich im weiteren zusammenhang gelesen:
    92% der dinge, um die wir uns sorgen, treten gar nicht ein!!! noch dazu sind die sorgen darüber ofmals gravierender als das (unwahrscheinliche) ereignis selbst.
    wenn man sich das einmal bewußt macht – wobei ich ein recht sonniges gemüt habe und mich erst dann sorge, wenn es wirklich soweit und unumgänglich ist – lebt man automatisch gleich viel ruhiger, entspannter – und lächelnder. euch allen einen schönenen tag da draußen!

  • Danke, liebe Anita. Und du hast ja so recht Birgit, darüber schreibe ich demnächst auch noch mal!!

  • Zwischen sich sorgen und schlecht gelaunt durch die Gegend muffeln, ist aber doch noch ein Unterschied, denke ich.
    Mich nerven die Meckerer auch. Manchmal versteht man gar nicht, welche Laus denen über die Leber gelaufen ist. Solange ich ein Dach über dem Kopf, satt zu essen und einen Arbeitsplatz (mich macht Arbeit glücklich) habe, muss ich doch nicht meckern. Mit Widrigkeiten des Alltags haben wir alle mal so kämpfen. Die vergehen doch auch wieder.