Darf man sich über Titanic-Satire amüsieren, oder

muss auch der Humor immer politisch korrekt sein? Ich sage, man darf. Oder vielmehr, ich tue es. Ich kann nicht anders. Auch heute wieder über die Antwort der Titanic auf die Frage der Altersarmut. Ultimative Lösungsvorschläge der Titanic sind eine Handvoll Tabletten, der Sprung von dem Hochaus, die Seilschlinge und der Revolver. Ich mag das, ich muss über solche Ideen lachen.

Unvergessen Harald Schmidts Ratschlag an die verzweifelten selbstmordgefährdeten Teenies, als Take That Schluss machten: Pulsadern immer längs aufschneiden! Noch schöner die Titanic, als der Rapper Bushido Papa werden sollte: Hurra, es wird eine Fotze. Am besten hat mir gefallen, dass sich Leute darüber aufgeregt haben, dass er so nicht über sein Kind sprechen sollte. Schon als ich Studentin war, habe ich mich über Titanic amüsiert. So kündigte die Titanic mal in einer natürlich nicht echten Werbeanzeige „Sodom“ an, die „Zeitschrift für Sodomisten“ mit der Anpreisung „Diesen Monat im Test: Pinguine“. Ganz zu schweigen davon, dass ein Bericht über eine Gruppe Farbiger, die auf der Flucht vor dem Ku Klux Klan einen Fluss auf einem Bananenstaudenfloß überqueren wollte und dabei ertrank, mit einem Foto beliebiger Menschen und der Bildunterschrift „Neger: Physik und Schwimmen mangelhaft!“ dekoriert wurde.

Ich weiß, dass es Leute gibt, die das alles nicht lustig finden und sich im Gegenteil darüber aufregen. Mich spricht diese Kreativität, dieses Querdenken, immer am Ball bleiben und dann auch immer noch einen Ansatz zu finden, total an. Und wahrscheinlich habe ich auch einfach einen schlechten Charakter und kein Gefühl dafür, was sich gehört und was nicht. Denn ich musste sogar über das Foto des Papstes von hinten, so retuschiert, als wenn er eingenässt hätte, mit der Überschrift „Neues Leck im Vatikan entdeckt!“ laut lachen!

  • JAAA! Auch ich bin Liebhaberin des politisch unkorrekten Witzes.

    Köstlich in allen Lebenslagen: „Schöner Leben mit dem Kleinen Arschloch“:

    z.B. Drogen:
    „Opium
    Typische Chinesendroge, konnte sich auf dem internationalen Markt nie richtig durchsetzen, genau wie Hundeessen, Studentenmassaker und Mao Tse-tung.“

    oder Tipps für Leute ab 50:
    „..Ärzte lassen einen besonders gerne noch etwas im Behandlungszimmer schmoren, um die Dramatik ihres Auftritts zu heben. Zeit genug, um ein paar Blankorezepte zu stehlen,die Sie nachher im Bahnhofsviertel an Drogensüchtige veräußern können. Nehmen Sie sich dann die Patientenkartei vor. Vertauschen Sie ein paar Unterlagen, fälschen Sie Leberwerte und schreiben Sie großspurige Bemerkungen hinein. Rufen Sie die betreffenden Patienten an, tragen Sie ihnen die neuen Werte vor und teilen Sie ihnen mit, wie viele Monate sie noch zu leben haben.“

    In diesem Sinne: Einen lustigen Dienstag!!!

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