Die schönen Seiten des Älterwerdens, oder

was ich heute für einen schönen Tag hatte! Meine Kinder sind ja nun schon etwas größer (21, 16 und 10) und die Kleinste war verreist. Ich habe mich dann mittags mit meiner großen Tochter zum Frühstücken getroffen (sie wohnt nicht mehr bei uns) und abends war ich mit meinem Sohn lecker asiatisch essen.

So angenehme, entspannte Treffen mit meinen großen Kindern, das hätte ich mir früher gar nicht vorzustellen versucht! Wir haben beide Male nett geplaudert, uns durchaus auch über ernstere Themen ausgetauscht, viel gelacht und insgesamt eine wunderbare Zeit gehabt. Das ist Erntezeit, nämlich das Ergebnis der früheren Jahre, in denen sie klein waren und Pflege, Erziehung und Aufmerksamkeit brauchten oder wollten. Nicht, dass das nicht wunderbare Zeiten gewesen wären, ich liebe meine Kinder und möchte mir ein Leben ohne sie nicht vorstellen. Ich mochte auch die Kleinkindzeiten, denn es schmeichelt einem ja auch sehr, der unangefochtene Lieblingsmensch zu sein, über dessen Erscheinen sich immer gefreut wird (auch wenn die Kehrseite die Unmöglichkeit ist, alleine die Toilette aufzusuchen, was auf öffentlichen Toiletten eine echte Herausforderung sein kann!).

Aber jetzt sind sie größer, und jede Zeit hat etwas Gutes: Ich genieße sie jetzt auf andere Art genauso wie früher, als ihr häufigstes Wort „Mama“ war. Ich habe das ja auch lange gehabt und daher keine Sehnsucht nach diesen Zeiten. Obwohl – als ich neulich unseren neuen Kleiderschrank im Keller einräumte, ertappte ich mich dabei, dass ich das Tragetuch, die Kuscheldecke und die selbstgestrickten Neugeborenenbodies streichelte und an Enkel dachte!

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