Warum sind manche Menschen immer gestresst, oder

was ist das eigentlich, Stress? Auf jeden Fall etwas Unangenehmes, denn wir bekommen zu hören, das Gegenüber sei total gestresst, man solle den anderen nicht stressen, die Arbeit stresse total, ganz zu schweigen von dem Wetter, manche Menschen sind schon gestresst, wenn ein Handwerker in die Wohnung kommt. Also, unangenehm, ja, aber was doch auf den zweiten Blick auffällt, ist, dass der Grund für Stress offenbar individuell ganz unterschiedlich ist.

Die eine stresst es, wenn sie früh aufstehen muss, die andere mag nicht so spät arbeiten, die eine empfindet Autofahren als Belastung und nimmt lieber den Zug, die andere liebt ihr Auto und fährt lange Strecken ohne jedes Anstrengungsgefühl. Die eine bekommt schon beim Gedanken an ihren Chef Magenflattern und Herzrasen, die andere ist Chef und freut sich jeden Tag auf die neuen Herausforderungen.

Das Gefühl, das mit Stress bezeichnet wird, ist aber ähnlich und durch Überforderung und Druck gekennzeichnet. Andreas Winter nennt Stress das „anhaltende Gefühl von Unfreiwilligkeit“. Da ist richtig, denn sonst wäre es ja nicht möglich, dass Menschen bei identischen Tätigkeiten ein großes, leichtes oder gar kein Gefühl von Stress entwickeln. Sprich, wer sich autonom entscheidet, etwas zu tun, wird es gerne und ohne Stress tun, denn er tut es ja freiwillig und daher vermutlich mit gutem Grund.

Was also lehrt uns diese Einsicht? Wer es schafft, in seinem Leben möglichst oft das, was sie tun soll/muss/will mit dem Gefühl, sich dazu entschieden zu haben, anzugehen, wird weniger Stress haben. Ich zum Beispiel liebe meinen Beruf. Klar nervt dabei auch mal was, aber in Summe freue ich mich jeden Tag auf die Arbeit. Sie stresst mich folglich nicht. Auch ein gewisses (Gott-)Vertrauen, dass das, was ich mir vorgenommen habe, schon klappen wird, ist hilfreich.

Es gibt genug Theorien dazu, dass unser Denken und unsere Erwartungen die Realität beeinflussen. Dazu will ich gar nichts sagen, sicher ist aber, dass die positive Erwartung, es werde ein wunderbarer Tag, an dem alles klappt, zumindest dazu führt, dass ich ihn gut gelaunt angehe und daher schon mal von Vornherein keinen Stress empfinde. Was ich gut gelaunt angehe, bringe ich in der Regel auch gut gelaunt zu Ende.

In diesem Sinne: Machen wir uns weniger Stress und mehr Spaß, Mädels, wir haben es verdient und unsere Umwelt auch!

  • Zum Thema Stress kann ich nur (aus meiner Sicht und Erfahrung) folgendes sagen.
    Es git auch positiven Stress. Es gibt Menschen, dazu gehöre ich auch, die unter
    Zeit- und Erfolgdruck leistungsfähiger sind. Sicher muß man in solchen Situationen
    auch für die nötige Auszeit sorgen, sonst geht der “ Schuß nach hinten los“
    Aber wenn ich mal einen Tag nicht solch einem Stress ausgesetzt bin, verbummele ich
    schon mal den Tag und frage mich dann am Abend, was habe ich heute eigentlich geschafft.
    Man sollte nur das Gefühl haben, alles was man tut, aus Überzeugung getan zu haben und sich nicht von der Umwelt so unter Druck setzten zu lassen. Dann geht auch einiges leichter und man hat noch Spaß daran.

    lg tess66

  • P.S. ich wünsche euch allen eine schöne Arbeitswoche.
    Ich genieße meinen Urlaub.

  • @ tess66: Da wünsche ich Dir einen schönen und stressfreien Urlaub…hoffentlich hast Du dir auch Arbeit für den urlaub geplant oder irgendetwas, was dich beschäftigt, da Du ja, genau wie ich etwas brauchst um Abends zufrieden ins Bett zu gehen 😉

    Zitat: „Andreas Winter nennt Stress das “anhaltende Gefühl von Unfreiwilligkeit”.
    Besser kann man es nicht beschreiben. Wobei es auch zeitlich bedingten Stress gibt, obwohl man eine Sache gerne macht. Wo wir auch wieder beim Urlaub und dem Kofferpacken sind…denn das mache ich gerne nur ist das immer wieder stressig so kurz vor dem Flug 😉

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