Immer noch das Wunschdenken vieler Männer, oder

wie soll ich das sonst nennen? Ich saß gestern abend bei einem Geburtstagsessen neben einem äußerst charmanten Arzt, der mir anlässlich von Schulproblemen seiner pubertierenden Kinder auch gleich noch erklärte, dass es für eine Familie und insbesondere für die Kinder wunderbar wäre, wenn die Mutter sich ganz oder zumindest überwiegend der Familie widmen würde, anstatt wie seine Frau einen ebenfalls anspruchsvollen und zeitraubenden Beruf auszuüben.

Nun, ich will ja nicht in Abrede stellen, dass Hausfrauen und Mütter ihre Kinder wunderbar betreuen und erziehen können. Wenn sie das denn als einzigen Lebenszweck zumindest für viele Jahre aushalten. Aber warum sollte eine Frau ihre beruflichen Ziele aufgeben, für die sie brennt, weil sie Kinder haben will? Meine Frage, ob er denn bereit gewesen sei, auf seine beruflichen Ziele zu verzichten und teilzeit in einem anspruchslosen Job zu arbeiten, damit seine Kinder von ihm optimal versorgt würden, verneinte er natürlich.

Ich wünsche mir sehr, dass unsere Arbeitswelt familienfreundlicher wird, damit es weniger anstrengend wird, Familie und anspruchsvolle Arbeit unter einen Hut zu bringen. Aber bis dahin werden wir wohl die sogenannte Doppelbelastung, die ja korrekt als Dreifachbelastung zu bezeichnen wäre, denn das bisschen Haushalt macht sich ja auch nicht von alleine, auf uns nehmen müssen. Denn die Alternative bedeutet ja nicht nur das Risiko für die Frau, arm und alleine zu enden, wenn nicht ein entsprechender Ehevertrag geschlossen wird (und das Risiko steigt, je mehr sich der Ehemann mit seiner Hausfrau langweilt), sondern auch ein Frauenleben, in dem die berufliche Verwirklichung fehlt. Und das ist doch nichts, was wir unseren Kindern vorleben wollen, oder? Mein charmanter Gesprächspartner jedenfalls hatte nach eigenem Bekunden eine Mutter, die es geliebt hatte, zu Hause das Herz der Familie darzustellen. Offenbar hat auch sein Vater es ausgehalten, mit dieser Frau sein Leben zu verbringen.

Ich könnte das nicht, die Ehefrau meines Tischnachbarn auch nicht, und das finde ich auch gut so. Denn machen wir uns nichts vor: Die Jahre, in denen es wirklich furchtbar anstrengend ist, als Mutter zu arbeiten, weil die Kinder eine 24Stunden7TagedieWoche-Betreuung brauchen, sind doch überschaubar. Spätestens ab Schuleintritt wird zumindest die zeitliche Beanspruchung geringer, und alles andere findet sich. Ich bin als Kind einer Hausfrau großgeworden, und ich kann nicht behaupten, dass das eine besonders glückliche Kindheit war. Wie bei allem im Leben kommt es nämlich einfach darauf an, wie und mit welcher Einstellung man das alles macht, und nicht darauf, welchen Weg man geht.

  • Ich denke das kann man nicht so verallgemeinern….Ich habe gearbeitet und bin manchmal am Zahnfleisch gewesen. Ich muss nicht unbedingt arbeiten gehen um mich zu verwirklichen. Leider sind die Vorurteile beiderseits noch ziemlich groß. Man muss sich ja fast schon schämen, wenn man sagt…“ich bin zuhause“. Ich bin auch nicht der Meinung, dass die Kinder einen bei Schulantritt nicht mehr soooo brauchen eher finde ich das Gegenteil….Aber das ist eben das Problem, egal wie „Frau“ es macht, sie wird öfters mal schief angeguckt. Mein Mann war sehr viel beruflich unterwegs und ich hätte es nicht gutgeheißen, meine Karriere zu verfolgen obwohl ich zwei Kinder habe. Natürlich habe ich gerne gearbeitet, aber ich denke nunmal, dass es immer einer individuelle Entscheidung ist. Mir ist auch völlig egal, was die Männer denken oder was dann eben die berufstätigen Frauen denken. Man sollte sich nicht immer von den Meinungen der anderen beeinflussen lassen. Meine Mutter war auch zuhause und ich habe das als sehr schön in meiner Kindheit empfunden. Ich hatte einen tollen Job und habe sehr gerne gearbeitet, aber nur um zu beweisen, dass ich Kinder, Haushalt und Beruf auf die Reihe bekomme wollte ich mich nicht kaputtmachen. Ich finde, dass die Vorurteile beiderseits abgebaut werden sollten. Hausfrauen sind keine Mäuschen und die berufstätigen Frauen sind nicht immer sooo glücklich. Wie schon gesagt…eine individuelle Entscheidung und keine Entscheidung der Gesellschaft um irgendwas zu beweisen. Lg Renate

  • Also, ich war ca. 6 Jahre Zuhause, meine Kinder sind 1997 und 1999 geboren. Das war zwar auch anders geplant, eigentlich wollte ich nach einem halben Jahr wieder stundenweise arbeiten gehen, immer dann, wenn mein Mann, der im Schichtdienst arbeitet, Zuhause gewesen wäre. Das war schon alles mit dem Arbeitgeber abgeklärt. Naja, es kam dann doch anders, weil mein Mann dann noch im Rahmen seiner Arbeit ein Studium begonnen hat. Dafür mußte er zuerst die Fachhochschulreife erreichen, da ist er dann ein Jahr täglich zur Schule gegangen und während dieses Jahres haben wir dann auch noch gebaut. Ich war also im ersten Jahr völlig auf mich allein gestellt, der reinste Horror, aber das ist eine andere Geschichte. Ich habe aber immer stundenweise und irgendwann halbtags, seit 6 Jahren 6 Stunden täglich, gearbeitet. Und zwar nicht, weil ich so einen Super tollen Job hatte (den hab ich dann irgendwann verloren, weil es der Firma nicht so gut ging und ich die einzige Halbtagskraft war…), ich mußte mir also was Neues suchen, und der macht mir nicht wirklich Spaß, sondern weil wir schlicht das Geld brauchen. Ansonsten würde ich sofort aufhören zu arbeiten! Ich hätte überhaupt kein Problem damit, „nur“ Hausfrau zu sein. Mein Sohn wäre happy, wenn ich mehr Zeit für ihn hätte. Klar bin ich mittags daheim, aber natürlich habe ich dann andere Sachen zu tun, als mich ausschließlich um meinen Jüngsten zu kümmern, obwohl er es nötig hätte. Ich könnte in Ruhe meinen Haushalt machen und müßte mir nicht jede Woche den Sttress machen, an einem oder zwei Nachmittagen die ganze Hütte zu putzen, ich könnte regelmäßig mein Fitnesstraining machen, mittags in Ruhe kochen..also, langweilig wär’s mir ganz sicher nicht! Ich finde auch, dass man die ganze Sache nicht so verallgemeinern sollte, jeder, wie er mag. Mag sein, dass das altmodisch klingt, aber ich persönlich finde, wenn man seine Kinder von Baby an den ganzen Tag in fremde Hände gibt und sie nur am Abend kurz und an den Wochenenden und im Urlaub hat – also Sorry, aber da brauch man erst keine bekommen! Und wenn man so für seinen Beruf „brennt“, dann ist man doch eigentlich ausgefüllt, wenn ich so einen Job gehabt hätte, hätte ich keine Kinder haben wollen. Aber wie gesagt, dass mußjeder selber entscheiden. Ich verurteile weder die einen noch die anderen. Und wenn ich das alles vorher gewusst hätte – ich hätte mich um meine „Karriere “ bemüht, anstatt Kinder zu bekommen! Aber sowas darf man ja eigentlich auch nicht laut sagen! 😉

  • Meiner Meinung nach sollte man die Möglichkeit, selbst zu entscheiden, was man für gut hält. Habe ich Ende 20 noch daran geglaubt, Karriere machen zu können, ist mir dieser Zahn spätestens nach Rückkehr aus der Elternzeit (von etwas über einem Jahr) gezogen worden. Mein damaliger Chef (selbst zwei kleine Kinder, Frau zu Hause) meinte: „Wir können Sie hier nicht mehr brauchen, schließlich werden Kinder ja auch einmal krank und dann müssen Sie zu Hause bleiben“. Nur mit Hilfe eines Anwaltes habe ich dort einen Job erhalten, die Elternzeitvertretung (ein Mann) hat meinen Job als Festzeitstelle erhalten. Eigentlich wäre ich auch gerne mehr für mein Kind da gewesen, es blieb mir aber keine Wahl, wir brauchten mein Gehalt. Inzwischen ist mein Mann verstorben, da heißt es erst recht arbeiten, arbeiten, arbeiten. Männer, die wollen, dass ihre Frau zu Hause bleibt, wenn diese lieber arbeiten gehen möchte, habe ich noch nicht kennengelernt. Selbst meiner Mutter war im konservativen Süden Deuutschlands immer berufstätig, mein vollberufstätiger Papa hat sich viel um uns gekümmert und sich an der Hausarbeit beteiligt. Schön wäre es meiner Meinung, wenn man das einfach freier entscheiden könnte bzw. auch die „Familienarbeit“ anerkannt werden würde.

  • >Ich könnte in Ruhe meinen Haushalt machen und müßte mir nicht >jede Woche den Sttress machen, an einem oder zwei Nachmittagen >die ganze Hütte zu putzen, ich könnte regelmäßig mein >Fitnesstraining machen, mittags in Ruhe kochen..also, langweilig >wär’s mir ganz sicher nicht!
    Diese Einstellung gibt es nur bei Frauen. Einem Mann würde das nie einfallen; für den ist es selbstverständlich, Vollzeit arbeiten zu gehen.
    Andererseits: Warum musst du putzen? Deinen Mann gibt es ja auch noch…

  • Anne, er hilft mir auch – wenn er Zeit hat… 😉 Aber, wie gesagt, er arbeitet im Schichtdienst, außerdem ist er noch Hobbywinzer, macht den Garten (damit hab ich nix am Hut), und dann fährt er noch Rennrad..Und ichMUSS putzen, weil ich’s nicht sehen kann, wenn alles vollgefingert ist, die Katzenhaare schön über den Parkettboden fliegen etc….Ich bin halt zu perfektionistisch …Und – wenn ICH soviel wie er verdienen würde, hätte er auch kein Problem, Zuhause zu bleiben…:)

  • Seien wir doch mal ehrlich: natürlich wäre es ganz wunderbar, ein paar Milliönchen geerbt zu haben und sich den ganzen Tag zu verwirklichen. Ich erinnere mich an glückliche Studienzeiten mit wenig Arbeit (die Mischung aus Halbwaisenrente, Bafög und ein paar Jobs war sehr auskömmlich) und viel Vergnügen, Zeit und Spaß.

    Blöderweise habe ich weder geerbt noch reich mit Ehevertrag geheiratet, also muss ich selbst für mich sorgen, Ehemann hin oder her. D.h. allein aus wirtschaftlichen Gründen ist eine Berufstätigkeit durchaus empfehlenswert.

    Meine Kinder sind mittlerweile 7 und 9 und die Betreuung wird weniger, dafür rücken andere Themen in den Vordergrund, es entwickelt sich zur „quality time“. Dennoch: meine Woche ist voll verplant mit Familie, Job, Freunden, Bloggen und Sport. Jedes „Extra“ bedeutet zusätzliche Kraft und Aufwand. Die Planung geht soweit, dass Janne und ich uns zum telefonieren verabreden, manchmal klappt es eine Woche nicht, weil wir abends kollidierende Termine haben – aber es klappt.

    Und warum das alles? Ich liebe meinen Mann und meine Kinder. Und meinen Job. Wenn es hart auf hart kommt, auch 60 Stunden die Woche – weil es SPAß macht. Weil ich intellektuell herausgefordert werde. Weil ich es mag, mit anderen zusammen (oder manchmal auch allein) ein mehr oder minder großes Problem zu lösen. Weil ich gerne für ein siebenstelliges Budget verantwortlich bin. Weil ich die Anerkennung mag. Und nicht zuletzt die monatliche Aufwandsentschädigung.

    Zugegeben: ich habe Glück. Ich habe nicht eine Arbeit, sondern das ist für mich Berufung. Ich habe Vorgesetzte, die meine unorthodoxen Arbeitsweisen problemlos mitmachen, weil sie das Ergebnis schätzen. Das hat nicht jede. Aber ich bin auch bereit, den Preis dafür zu zahlen – wenig Zeit für mich und ständig in der Tretmühle.

    Den Hinweis mit dem Mann finde ich auch sehr hilfreich. Ich teile mir mit meinem Mann Kinder und Haushalt, das gibt es wohl nicht sehr oft. Sollte es aber vielleicht öfter geben?

  • Von meinen 10 Angestellten wollte nur eine Einzige nach der Geburt wieder voll arbeiten. Alle anderen wollten es selbst nicht…nicht weil ihr Mann gesagt hätte…..Deshalb würde ich auch nicht verallgemeinern wollen.Es gibt genug Frauen, die ihre Aufgabe als Mutter und Hausfrau sehen.
    Ich habe da aber ja auch eine andere Einstellung , habe sie auch gelebt aber ja auch schon kundgetan. Deshalb will ich mich nicht wiederholen.

    Zur individuellen Lebensplanung kommt aber auch noch ein gesellschaftlicher Punkt dazu, vor allem bei den studierten Müttern:
    der Steuerzahler hat für jede studierte Vollzeitmama insgesamt etwa 580 000 Euro bezahlt.
    wissenschaftlichen Windelwechseln ist eben ausgesprochen kostenintensiv.

    Muttertag: Warum akademische Hausfrauen die größten Verluste einfahren – weiter lesen auf FOCUS Online: http://www.focus.de/finanzen/news/tid-9891/muttertag-warum-akademische-hausfrauen-die-groessten-verluste-einfahren_aid_300299.html

    Übrigens: Den Satz: ich teile mir mit meinem Mann Kinder und Haushalt finde ich wesentlich sympathischer als: mein Mann hilft mir. Wenn ich das höre unter meinen Bekannten, da könnt ich immer……
    WEM hilft er denn, bitte schön……. ?

  • Mein Vater war Arzt, meine Mutter Chem. Ingenieurin. Sie ging arbeiten und verfolgte auch ihre Ziele (Gott sei Dank, denn sie ist mein Vorbild heute). Papa blieb ne zeitlang zuhause und passte auf uns auf. Er hat nie gemeckert, dass sie ihre Ziele verfolgte und arbeitete.
    Eine Frau kann beides mit einander kombinieren Familie und Beruf. Der Man muss sie halt nur unterstützen, dann geht es.

  • Die heutigen Frauen zwischen 30 und 40+….haben, wenn sie in Ostdeutschland aufgewachsen sind, fast alle ihre Vorbildmütter:-) 89 % aller Frauen waren in der DDR erwerbstätig….egal ob mit oder ohne Kind. Deshalb glaub ich auch nicht, dass man die Aussage (s.o.) verallgemeinern kann, weil die Ursachen doch hauptsächlich in den gesellschaftlichenn Bedingungen zu suchen sind ?! Wenn es politisch nicht gewollt ist, fällt es doch manchen Männern um so leichter, ihr Wunschdenken zu formulieren ?! Die Männer im damaligen Osten tickten sicher auch nicht anders als die westlichen ?! Umgedreht wäre es doch sicher auch so ? Mein Mann war mal eine zeitlang arbeitslos. Da war er der Hausmann und hat sich auch ums Schulkind gekümmert. Das war für mich sehr angenehm, wenn ich nach Hause kam und es gab keine Hausarbeit mehr für mich und alles war in Ordnung. Wenn es für meinen Mann o.k. gewesen wäre, hätte es von mir aus auch so bleiben können.;-)
    Es ist auch ein gewachsener Prozess, denn trotz jetzt einheitlicher Bedingungen, ist es heute ja immer noch so, dass in den neuen Bundesländern 74% der Mütter vollzeit arbeiten… gegen 23% der westdeutschen Mütter.
    (Quelle: Familie und Partnerschaft, Forschungen vom Max-Plank-Institut)
    Außerdem macht es die heutige Situation….fehlende Arbeitsplätze und fehlende qualifizierte Kinderbetreuung (im Westen mehr als im Osten) auch nicht leichter mit dem Rollenverständnis und dem Umdenken aller… im Sinne der Thematik ?!.

  • Ich glaube nicht, dass es für Frauen, die Mütter sind hilfreich ist, aus Bequemlichkeit und weil es jetzt gerade so schön passt, auf einen eigenen, anspruchsvollen Job zu verzichten. Sie tun sich damit meiner Ansicht nach keinen Gefallen. Meine Söhne sind 11 und zwei Jahre alt. Bei beiden bin ich nach einem Jahr wider arbeiten gegangen, erst Teilzeit, dann wieder Vollzeit. Den Job habe ich inzwischen zweimal gewechselt. Nicht wegen der Kinder, sondern um mich verwirklichen zu können, um meine Berufung zu finden. Der Weg des Lebens ist immer steinig. Das ist ganz normal. Der Rückzug ins Private ist aber etwas, das einen durchaus geistig verarmen lassen kann. Wird man geistig auch außerhalb der Wohnung gefordert und belohnt, dann hält das ziemlich auf Trab und damit jung und ist nicht nur anstrengend. Und wenn die Bude mal nicht aussieht wie geleckt – na und? Ich möchte, dass meine Kinder lernen, dass das nicht das non plus Ultra ist. Mama hat auch mal was anderes zu tun, als zu putzen und zu kochen. Wir sind schließlich zu viert im Haus und jeder muss seinen Teil beitragen. Gehört zur Erziehung der Kinder dazu! Und mein Mann hat lieber eine selbstständige, denkende Frau als eine Glucke, die mit dem Essen wartet und ihm dafür vielleicht auch noch die Schuld gibt. Er wird ja so quasi zum Loben „gezwungen“. Vielleicht hat er ja darauf auch keine Lust? Und auch nicht, als Alleinversorger die finanzielle Verantwortung für die Familie zu tragen? Partner sind Partner, damit sie in einer gleichberechtigten Partnerschaft mit den Kindern leben und sich einbringen. Meine Meinung.

  • Ich freue mich sehr über die angeregte Diskussion, die sich hier entwickelt hat! Meiner Meinung nach sollte sich jede Frau, unabhängig davon, was sie gerne machen will, aber auch eins vor Augen halten: Die Zeiten, in denen verheiratete Vollzeitmütter finanziell abgesichert waren bis zum Lebensende, sind nach der Änderung des Unterhaltsrechts vorbei. Im eigenen Interesse: Mädels sichert euch ab! Wenn nicht über eigene Rentenansprüche, dann über einen Ehevertrag.
    Und natürlich wünsche ich mir sehr, dass endlich mal darüber nachgedacht wird, wie man das Arbeitsleben familienfreundlicher gestalten kann, denn ich finde es sehr wünschenswert, dass alle Eltern sich hinreichend um ihre Kinder kümmern können. Nicht nur die Mütter, die sich dafür oft schier zerreißen.
    Und Irit hat wirklich einen bemerkenswert engagierten Mann, ich bin da oft gelb vor Neid, denn meiner macht gar nichts, wenn ich ihn nicht zwinge. Heute morgen hat er dick gesalzene Butter auf die Schulbrote geschmiert, ich wette, in der Hoffnung, dass ich in Zukunft wieder die Brote schmiere…

  • Genialer Beitrag!

    Wir brauchen Ganztagskinderbetreuung ab der Krippe, so viel steht fest.

    Frauen, die zehn Jahre zu Huase bleiben, sollen bitte mal ausrechnen was das ind er Rente (und durch die fehlenden Gehaltssteigerung noch mehr!) ausmacht. Wer nicht schon! geerbt hat oder sich rechtzeitig vom Partner Geld fest krallt, wird bei einer Trennung richtig in die Röhre gucken.

    Wenn die obige Dame übriegns ungerne arbeitet – kann ich verstehen. Aber offensichtlich reicht die Kohle nicht für eine Putzfrau? Und wieso kann der Ehemann tausend Hobbies etc nachgehen, sie aber muss putzen, Kind hochziehen UND arbeiten? Klar würde ich mir da an der Stelle wünschen, ich wäre Hausfrau. Da muss sie sich selbst entlasten – durch den Kerl oder outsourcen von Kind oder Hausarbeit.

    Als Mutter ist frau nichts – und doch alles. Es ist grossartig, aber es gehört zum leben dazu und es ist schade und bitter für die Frau, die nur die Reproduktionsfähigkeit ihrer Gebärmutter als persönliches Potential ansieht.

    Dass Frauen nach wie vor das meiste machen liegt auch an ihnen – sie wollen viele Dinge nicht abgeben. Man hat sich auch den Partner ausgesucht… der nichts tut.
    natürlich wird es spätestens mit Kind schwieirg, da sie meist weniger verdient, nicht zurückstecken zu müssen (Ausreden finden sich ja reichlich) – aber dafür braucht es eben die Betreeungsmöglichkeit. Wer will, kann immer noch zu Hause bleiben und vielleicht darüber sinnieren, was sie macht wenn die Kinder einen nicht mehr wollen und brauchen. ich kenne reichlich alkoholkranke Hausfrauen – und die, die Mann verlassen hat und nun aus dem fetten Haus in kleinen Wohnungen gezogen sind, zum Teil nicht mal einen Führerschein haben und lebensunfähig sind. So krass muss es nicht kommen, aber das kann.

    Deshalb, wie mich meine berufstätige Mama gelehrt hat: Sei immer unabhängig.

    Und ja, ich habe einen Mann geheiratet der meist mehr macht als ich – wieso kann er Vollzeit arbeiten, ein Zusatzstudium UND den Haushalt machen? Na, weil ich ihn lasse – und weil ich andere DInge mache. Arbeitsteilung und Vertrauen nennt man das. Er steckt zurück, dann werde ich das tun müssen, dann wird das wieder umgekehrt sein…

    @Janne: diese Tour kenne ich ja zu gut! Mein Vater… aber da hilft nur ignorieren und weiter Stullen schmieren lassen. Genauso der schlechte Abwasch und und und. Dieser Mtehode muss man mit eisernem Durchhaltevermögen begegenen. Und übrigens: Frau muss Mann immer loben. Hast Du toll gemacht, Du bist der Held, ohne Dich würde hier gar nichts laufen – obwohl er gerade mal ein bisschen was gemacht hat. Meine Mutter hat meinen Vater nach über 30 Ehejahren dazu bekommen: Abzuwaschen, in der Küche zu helfen, staubzusaugen und sogar den Tisch zu decken (kriegt er nie hin aber er macht es).
    Also – halt durch, erzieh ihn! Es geht immer!

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