Altbekannt, ja vielleicht sogar ausgelutscht, aber

doch einfach wunderbar: Ich war mit meinem Mann und meiner Tochter ein Wochenende in Venedig. Das vielleicht Erstaunlichste an dieser Unternehmung ist vermutlich, dass ich es mit achtundvierzig Jahren noch nicht geschafft habe, diese Stadt zu besuchen. Nicht faul, ergriff mein Mann die Chance und schenkte mir den Trip zum Geburtstag, wir entschieden uns dann auch noch, unsere Jüngste mitzunehmen, einmal, weil wir nicht so recht wussten, wohin mit ihr, zum anderen, weil wir einfach mal testen wollten, ob man nicht mit der mittlerweile Zehnjährigen Städtereisen mittlerweile genießen kann. Ohne dass permanent genölt wird, dass der Augenstern nicht mehr laufen/besichtigen/herumsitzen will.

Und was soll ich euch sagen? Von dem Moment an, als ich Venedig am Horizont auftauchen sah vom Boot aus, das uns vom Flughafen in die Stadt in die Stadt brachte, war ich fasziniert und begeistert, das Flair von Venedig hat mich voll in seinen Bann geschlagen. Wir hatten ein Hotel direkt am Canale Grande in der Nähe des Bahnhofs, voll im Trubel, aber sehr angenehm (Continental, auch noch sehr reasonable prices), nicht schick, aber völlig in Ordnung, und es ist wichtig, dass man nicht zuuu weit laufen muss, um irgendwo hin zu kommen, denn – pssst –  man läuft in Venedig sowieso den ganzen Tag. Ich war geflasht von der Kulisse, den Gassen, den Kanälen, dem Licht, dem Gegensatz zwischen Touristentrubel auf den „Trampelpfaden“ wie zwischen Marcusplatz und Rialto und dem ruhigen Venedig dazwischen. Wir haben Bars gefunden abseits, die von Einheimischen frequentiert waren, wo sich Familien begrüßten und austauschten, während wir unseren Spritz tranken. Wir haben sehr lecker gegessen – es wäre auch schwer, in Italien etwas anderes zu tun – und viel gelacht.

Sehr empfehlen kann ich eine Bootsrundtour um Venedig herum auf der Vaporetto-Linie 4.2 mit vielfachem Aussteigen, wo Sehenswürdigkeiten warten, ich habe dabei einen sehr schönen Eindruck von den tatsächlichen Ausmaßen von Venedig bekommen, außerdem tat es gut, sich den Wind um die Nase wehen zu lassen. Und noch mehr den Besuch des Dogenpalasts. Mir fehlen die Worte, um das zu beschreiben: Kunst, Kultur und Geschichte seit dem Mittelalter. Hingehen, gucken, genießen!!

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