Was mich schon immer genervt hat, oder

Muttertag, was soll das eigentlich? Nur vorsichtshalber für die, die mich nicht kennen, ich bin total begeisterte Mutter von drei Kindern, die mir alle viel zu schnell groß werden *woistdieZeitgeblieben*.

Zwar wurde der Muttertag nicht wie das Mutterkreuz von den Nazis etabliert (obwohl das zu den Heinis gepasst hätte, keine Frage), sondern kommt wie vieles aus den USA (http://de.wikipedia.org/wiki/Muttertag).

Aber trotzdem nervt er mich genauso wie der Valentinstag. Schon seit Wochen werden absolut abwegige Artikel in Media-Märkten (Kaffeemaschinen) und bei Lidl (Sekt)  mit Muttertag beworben. Klar ist es denkbar, dass eine Mutter sich über eine Kaffeemaschine freut (wie vermutlich 80 % aller anderen erwachsenen Menschen auch),  noch näher liegt es, dass eine Mutter am Muttertag ein Glas mit Alkohol drin braucht, an dem sie sich festhalten kann.

Weil entweder sie alle mit unter Anleitung der nimmermüden Kindergärtnerin gebasteltem Zeug „Oh wie schööön, meine Süße, ein Stifthalter aus Toilettenpapierrollen war das, was mir schon immer gefehlt hat“ oder selbst gekauften Blumen am Bett stehen. Oder, was vielleicht sogar netter wäre, aber wohl doch schlimmer ist, keiner dran gedacht hat. Und das trotz all der Werbeplakate bei douglas und Konsorten. Ich kann mich nicht entscheiden, was ich schlimmer finde. Furchtbar war jedenfalls ein Gedicht über das Mutterherz, mit dem ich meiner Mutter (säuberlich abgeschrieben und von talentlosen Blumen umrahmt) beglückt habe, und das dem Vernehmen nach noch immer in der Küche meiner Mutter hängt. Tut mir leid, Mama, nächstes Mal gibt es eine Flasche Klosterfrau!

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