Nein, ich bin kein Fußballfan, aber…

… schließlich wohne ich in Dortmund und die Stadt ist schwarz-gelb. Ich war in den letzten 27 Jahren noch nie im Fußballstadion (außer im letzten Sommer, um mir Metropolis mit Orchesterbegleitung anzuschauen), kenne auch nicht die Spieler, natürlich mag ich Jürgen Klopp (gibt es jemanden, der den nicht mag?), aber Fußball?

Ich lebe seit 1985 in Dortmund, finde es dort auch angenehm, aber mit Fußball habe ich nichts am Hut. Man kommt aber nicht umhin, dass er einfach überall ist. Ich bin Diplom-Statistikerin und es gab tatsächlich Diplomarbeiten, die sich wissenschaftlich mit dem BVB beschäftigt haben. Zwei davon im Fachbereich Statistik (Grüße an Professor Trenkler, der das hier mit Sicherheit nicht liest, aber egal).

Historisch gesehen habe ich einen Vater vorzuweisen, der DDR-Jugendmeister war (Rechtsaußen) und das war es dann. Dennoch habe ich mich gerade dabei erwischt, den Liveticker auf Spiegel Online zu schauen und ein wenig mitzufiebern. Nichts gegen Schalke, die Feindschaft hat so etwas stilisiertes wie die Rivalität zwischen Köln und Düsseldorf, aber: jawohl, wir werden Meister. Keine Frage.

Am erstaunlichsten fand ich das Spiel letzten Mittwoch gegen Bayern: es gab – neben den 50.000 Dauerkartenbesitzern für das Dortmunder Stadion – sage und schreibe 560.000 Kartenanfragen. Kein Schreibfehler, es waren 560.000. Vermutlich hätte bei entsprechender Größe ganz Dortmund im Stadion gesessen.

Ein echtes Phänomen und ich genieße jetzt einfach mit und freue mich auf die Meisterfeier, die schallt nämlich vom Friedensplatz bis zu unserem Balkon hinüber. Und dann bitte nochmal die Bayern niedermachen und den DFB-Pokal auch noch.

So, Ende Fußball. Aber das musste mal gesagt werden.

Kommentar hinterlassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.