Wie motiviert frau sich selbst, oder

wie zeige ich mir selbst und damit auch anderen, dass ich mich und meine Leistungen wertschätze? Ich komme auf das Thema, weil in der neuen myself für März, die ja komischerweise immer schon Mitte Februar kommt (ich gucke dann immer auf den Kalender, ob ich mich jetzt total vertue, aber nein, das Abo läuft so und an den Kiosken gibt es die Ausgabe auch schon, ist Heidi Klum drauf und überhaupt sehr zu empfehlen).

Da wurden Tips kolportiert von Sportlern und anderen Menschen, die sich sozusagen berufsmäßig selbst motivieren müssen. Das ging über einfache Lebensweisheiten „Der Weg ist das Ziel“ bis hin zu NLP-Tricks wie „Ich sage mir selbst immer, wie sehr ich mich freuen werde, wenn ich das hinter mir habe“. Das brachte mich nicht wirklich weiter, denn ich habe kein Problem, mich zu Bewegung zu motivieren, ich bewege mich vielmehr für mein Leben gerne, gib mir ein paar Laufschuhe und eine Stunde Zeit und du machst mich glücklicher als mit einem großen Aperol Spritz.

Aber der Artikel hat mich dazu gebracht, darüber nachzudenken, wie ich mich eigentlich zu meinem Beruf, der Familie und der Hausarbeit motiviere, denn alle drei Bereiche haben eines gemeinsam: Lob von außen gibt es selten. Als Richterin arbeite ich alleine, in den Verhandlungen ist immer mindestens eine Partei des jeweiligen Rechtsstreits höchst unzufrieden mit dem, was ich sage, und meine Urteile werden manchmal von der Berufungsinstanz einfach aufgehoben. Die Familie äußert sich hauptsächlich dann, wenn irgendetwas fehlt, und zum Thema Hausarbeit brauche ich hier ja wohl keiner etwas zu erzählen: Das einzige Verwunderliche für mich ist, dass sich nicht jede zweite Hausfrau binnen eines Kalenderjahres mit der Strippe vom Staubsauger erhängt.

Ich bin unter dem Strich sehr zufrieden mit meinem Leben, das hilft mir, auch lästige Dinge zu erledigen, zumal ich schon lange gelernt habe, dass Spaß nicht zwingend zu jeder Tätigkeit dazu gehört. Und ich wertschätze mich und meine Leistung sehr. Das zeige ich mir, indem ich mit mehr oder weniger Erfolg versuche, auf mich und meine Bedürfnisse zu achten und diesen nachzukommen. Das bedeutet, dass ich auch mal Pausen mache und in mich hineinhöre. Und ab und zu belohne ich mich. Neulich habe ich mir einen wunderbaren Ring gekauft, der mich immer daran erinnern soll, dass ich nicht wieder in meine alte Haltung zu meiner Familie zurückfallen soll. Soviel cooler und befriedigender als ein Zettel am Spiegel. Und noch viel effektiver, bin ich überzeugt!

  • Liebe Janne,
    und damit Sie auch weiterhin motiviert sind, diesen Blog zu gestalten, möchte ich Ihnen ein ganz großes Lob aussprechen: dies ist nach langer und intensiver Suche der einzige Blog, den ich regelmäßig lese. Die Basis ist ein großes Wissen über Inhaltstoffe und deren Wirkung, wie ich das so zuvor noch nie gelesen habe. Endlich verbesserte sich so langsam meine Problemhaut (was diverse Rezepte und Ratschläge von Dermatologen nicht konnten).
    Ich bin so froh, dass ich diese Seite entdeckt habe. Und auch die Buch- und Filmvorstellungen finde ich klasse. Könnten ruhig häufiger vorkommen, aber ich weiß natürlich, auch Ihr Tag hat nur 24 Stunden.
    Kurz gesagt, ich finde euch toll und hoffe, dass dieser Blog noch lange bleibt. Vielen Dank dafür.

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  • wir haben den Facebook-Button mit Bedacht herausgenommen – ich finde die Datenschutzsituation da mehr als unklar und mir ist das auch unheimlich…

  • 😉 ich wollte ja nur zum Ausdruck bringen, dass der Artikel keine weitere Lobhudelei braucht, sondern mir einfach so gut gefällt 🙂

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