Noch ein Alpenkrimi

Wie immer bin ich nicht auf dem neuesten Stand in Sachen Buchmarkt, aber besser spät als nie. Ich könnte natürlich auch weniger bloggen… Spaß beiseite, letztlich ist mir zufällig „Föhnlage“ von Jörg Maurer in die Hände gefallen (Link) und ich habe mich beim Lesen richtig gut amüsiert.

Ich bin kein Freund der modernen Krimiliteratur, wo es gar nicht blutrünstig genug zugehen kann. Mag ja sein, dass die Realität in irgendwelchen amerikanischen Slums so ist, ich bekomme davon Alpträume und ich mag mich nicht damit befassen. Vermutlich bin ich einfach zart besaitet, ich habe Psycho auch zum ersten Mal mit 27 oder so anschauen können. (Apropos: ich habe da noch einen Karin Slaughter rumliegen, braucht den jemand? ich nicht).

Zurück zur Föhnlage, dieser Krimi ist gut geschrieben, amüsant zu lesen, hat einfach nette Details und Lokalkolorit. Man merkt, dass der Autor Kabarettist ist, der Humor ist prima. Kleine Kostprobe (Zitat aus „Föhnlage“)

„Die falschen Hosentürlknöpfe sagen viel über den Burschen aus. Eigentlich alles.“ „Ach so?“ „Das war kein Einheimischer. Ein Einheimischer würde eher gar keine Lederhose anziehen als eine mit falschen Hosentürlknöpfen.“

Noch kurz zum Inhalt: Während eines Kurkonzerts fällt ein Mann tot von der Decke. Der Mann, auf den er fällt, ist auch tot. Aber was steckt dahinter? Und wie kann man von der Decke fallen? Kommissar Jennerwein ist ein ganz eigener Charakter, genau wie sein gesamtes Team. Das ganze Buch ist eine Mischung aus einer spannenden Story und einer liebevoll-feinsinnigen Beschreibung der Einheimischen – das liest sich so weg und man schmunzelt dabei, herrlich!

Ich habe mir auf jeden Fall schon mal „Hochsaison“ und „Niedertracht“ bestellt – Lektüre für den nächsten Urlaub. Oder zwischendurch.

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