Ich bin so alt wie eine Kuh und lerne immer noch dazu,

hat meine Großmutter schon immer gesagt, und sie war eine kluge Frau, denn sie hatte recht.  Mir geht es nämlich wie ihr: Nachdem ich mir neulich den Fuß gebrochen hatte, lernte ich nicht nur loszulassen und die anderen auch mal etwas machen zu lassen, sondern ich habe auch noch den lebensverändernden Segen der Ostheopathie erfahren.

Osteopathie (Theorie hier) ist eine manuelle Therapie, die unfassbar sanft daherkommt und von Heilpraktikern, Physiotherapeuten und allen anderen, die die lange und komplizierte berufsbegleitende Ausbildung durchlaufen haben, ausgeführt wird.

Ich bin hingegangen, weil ich nach der wochenlangen einseitigen Belastung wegen des unter allen Umständen zu schonenden rechten Fußes nicht in der Lage war, wieder normal zu gehen, als ich das wieder durfte. Mir tat alles mögliche weh, ich war verkrampft und so gar nicht ich selbst. Meine Ostheopathin bat mich, mich auszuziehen, konstatierte, ich hätte einen muskulären Beckenschiefstand entwickelt und richtete mich in einer Stunde wieder gerade. Die Behandlung fand am ganzen Körper statt und war unspektakulär, es wurde nichts gerenkt, es hat nichts geknackt, aber alles war anders.

Hinterher musste ich mich erst mal hinlegen und zwei Stunden schlafen, ich war total erschöpft. Und als ich wieder wach war, fühlte ich mich buchstäblich wie ein neuer Mensch. Das Bein war entkrampft, Laufen fühlte sich gut an und überhaupt – erst als meine Halswirbelsäule wieder gerichtet war, ist mir aufgefallen, wie schön das Leben sein kann, wenn mir nicht immerzu der linke Arm einschläft (!), was ich vorher gar nicht als so störend wahrgenommen habe, weil ich so erzogen bin, dass man nicht jammert und möglichst gesund ist.

Ich kann es nur empfehlen, selbst wenn die gesetzlichen Kassen es nur zahlen, wenn es von einer Krankengymnastin ausgeführt wird. Es kostet hier in Berlin um die 60 Euro die Stunde, also auch nicht mehr als eine Massage, und ist soviel effektiver. Wer von mir eine konkrete Empfehlung möchte für Berlin, möge mich anschreiben.

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