The descendants mit George Clooney, oder

ein Film, den ich nicht gebraucht hätte. Mir ist schleierhaft, warum George für diesen Film beim Oscar um den besten Hauptdarsteller anstehen darf. Ich bin bekennender Clooney-Fan, meine nespresso-Maschine heißt George, und normalerweise kann ich mich an dem Kerl nicht sattsehen, gerade neulich habe ich mir nochmal „Männer, die auf Ziegen starren“ hereingezogen.

Aber – diese Rolle als treusorgender Vater ist nichts für George. Vielleicht ist das alles zu weit von seiner Lebenswirklichkeit entfernt, die Gerüchte darum, dass er seine Lebensabschnittsbegleiterin für jeweils zwei Jahre bei einschlägigen gay-escort-services verpflichtet, verstummen ja nie so ganz. Vielleicht stehen ihm auch einfach Shorts nicht so gut. Jedenfalls ist er einfach schlecht.

Er guckt betroffen, er guckt besorgt, er guckt sauer, und auch wenn ich seine tiefbraunen Augen liebe, er guckt leider immer gleich. Die Einstellungen sind auch zu lang. Die Diskussionen mit seiner (bezaubernden) großen Filmtochter sind lebensnah, leben aber ausschließlich von ihrer Präsenz, die Auseinandersetzung mit seiner kleinen Tochter sind leblos und haben mit der Realität nichts zu tun (ich darf das sagen, ich habe eine 10jährige Tochter live hier zu Hause).

Den eifersüchtigen Ehemann nimmt man ihm nicht so richtig ab, und am Schluss wundert man sich einfach nur über die Wandlung, die er nimmt, denn diese wurde in dem gesamten (viel zu langen) Film nicht einmal angedeutet. Mehr will ich nicht zum Plot sagen, sonst wird der Film noch langweiliger. Toll sind die Aufnahmen auf Hawaii, da will ich unbedingt demnächst mal hin, und ab davon würde ich auch gerne irgendwo leben, wo man keine Heizung und keine langen Hosen braucht, auch wenn mich die Musik wahrscheinlich in den Wahnsinn treiben würde. Toll ist seine Filmtochter, wie ich schon sagte, toll sind auch andere Schauspieler, wobei auch dort die Figuren oft sehr an der Oberfläche bleiben.

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