Die Bearbeitung der schwersten Aufgabe im Leben, letzter Teil, oder

es ist möglich. Tatsächlich kann man auch ein Leben lang festgefahrene Verhaltensweisen aufbrechen und verändern, wenn die Erschütterung nur stark genug ist. Nun, ihr wisst alle, die Erschütterung war wirklich heftig, aber das Ergebnis ist absolut großartig.

Ich postuliere ja sowieso gerne, dass jede von uns selbst bestimmt, wie wir leben, auch wenn das oft nicht gerne gehört wird. Dass wir unsere Lebensumstände selbst bestimmen, geben nur die Erfolgreichen gerne zu. Das liegt in der Natur der Sache. Wer sagt schon gerne, dass er sein Problem selbst verursacht hat. Nun ja, ich tue das gerne, denn es birgt ja auch die Chance zu lebensverändernden Maßnahmen. Will sagen, wer sich selbst in die Sch… geritten hat, kann auch selbst einen anderen Weg einschlagen.

Ich habe selbst dafür gesorgt, dass meine Familie mich so behandeln konnte, wie sie es getan haben. Ich habe selbst die Kontrolle übernommen, alles an mich gerissen und festgehalten. Punkt. Dass die anderen da mitgespielt und ihren Teil dazu beigetragen haben, ändert daran einfach nichts. Ich bestimme mein Leben selbst, und wenn ich mehr als den angemessenen Teil an Haushaltsarbeiten verrichte und auch noch meine, alles andere kontrollieren zu müssen, dann ist das eine dumme Entscheidung von mir gewesen.

Nun gibt es eine Liste zu erledigender Arbeiten, die verteilt worden sind zwischen den Kindern, meinem Mann und mir, und wir werden in angemessenen Abständen wieder verhandeln, wer was übernimmt. Die Kinder und mein Mann freuen sich nicht auf ihre Aufgaben. Aber warum sollten sie das auch? Ich gehe auch nicht gerne Haushaltsbedarf einkaufen. Es ist, wenn ich ehrlich bin, langweilig, und wird nur gemacht, weil es nötig ist. Also muss es mich auch nicht stören oder in meinen Entschlüssen wankend machen, wenn mein Mann davon genervt ist. Denn ich wäre es auch. Und dass ich es viel schneller erledigen kann als er, ist auch kein Argument, denn er wird die Supermärkte bald genauso gut kennen wie ich. Wenn er will. Und ich werde mich nicht mehr darum kümmern.

Ich bin stolz auf diese Entwicklung. Und dafür kann ich es ertragen, dass nicht genau das im Kühlschrank steht, was ich gekauft hätte. Die Alternative hatten wir schon, und die war nicht gut!

  • Viel Glück! Aber ich bin gespannt wie lange es bei der neuen Aufgabenverteilung bleibt.
    Aus eigener Erfahrung kann ich nur sagen- es hielt nie lange, dann waren wir aus den verschiedensten Gründen wieder in die alte Verteilung zurück gefallen.
    Nach und nach hatte ich meinen Job wieder zurück, mal waren die Kinder in der Schule stärker belastet oder der Liebste beruflich sehr eingespannt…

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