Moroccanoil Curl Control Mousse

Es gibt so Dinge, die mag ich überhaupt nicht. Zum Beispiel, wenn ich freitags meine FabForties-Post einsammele, erwartungsfroh ein Päckchen in den Händen halte und drin ist: ein Produkt für stark gelocktes Haar. Ich habe glatte Haare. Meine Töchter haben glatte Haare. Janne hat eher kurze Haare. Was tun? Ganz einfach, wir haben doch Leserinnen mit lockigen Haaren…

Und deshalb habe ich eine davon gebeten, das Produkt auf Herz und Nieren zu testen – vielen Dank für die ausführlichen Tests!

„Zum Stylen, Formen und Bändigen von Locken“ – soll die Moroccanoil Curl Defining Mousse (150 ml kosten knapp 20 Euro) sein. Darauf war ich doch sehr gespannt. Mutter Natur hat es sehr gut mit mir gemeint und mich mit schönen goldblonden Locken ausgestattet. Im trockenen Zustand gehen sie bis knapp über die Schultern und sind ab Kinnhöhe durchgestuft. Wie bei Locken oft der Fall, sind meine Haare trocken und brauchen viel Pflege.

Den Test habe ich auf unterschiedliche Arten durchgeführt. Die Grundlage bilden aber immer gut gewaschene Haare. Hierzu habe ich stets ein Tiefenreinigungsshampoo verwendet, um alle Rückstände zu entfernen, danach einen Conditioner.

Test Eins

Zehn Pumpstöße der Mousse habe ich in meine Haare einmassiert, dabei aber die Ansätze nicht mitbehandelt, damit die Locken auch noch schön springen. „Lufttrocknen“ steht auf der weißen und sehr handlichen Flasche. Okay, das mache ich sowieso immer. Zwischendurch immer mal wieder mit den Händen ein bisschen geschüttelt und geknetet, sahen die Locken wirklich toll aus: Korkenzieher waren die Belohnung.

Das ganze wäre ja nun ja aber kein Test, wenn nicht Extremsituationen ausprobiert werden. Also, Baskenmütze drüber, ab in den Regen und dann nichts wie ins Gondwanaland. Wer das noch nicht kennt, das ist die überdachte Tropenhalle des Leipziger Zoos. Mit einer Luftfeuchtigkeit von über 75 Prozent und einer Temperatur von 26 Grad Celsius sehe ich hier sonst oft sehr lustig aus, da die Haare sich sehr stark locken. Aber dieses Mal blieben sie schön definiert. Das sagte zumindest mein Mann, den ich ständig befragt habe. Auf dem regnerischen Rückweg durch das nur acht Grad kalte Leipzig sind meine Locken auch in Form geblieben. Beim Durchbürsten musste ich zwar ein bisschen ziehen und hatte bis zur nächsten Haarwäsche zwar keine definierten Locken mehr, dafür aber ein irres Volumen.

Test Zwei

Haare wie oben gewaschen, dieses Mal aber mit einem Föhn getrocknet. Für diejenigen, die gerne föhnen, kann ich die Mousse nicht empfehlen. Na, steht ja auch nicht auf der Flasche. Zu Testzwecken habe ich aber auch das ausprobiert. Kurz gesagt: Das war das reinste 80er Jahre Revival: lauter kleine Krissellocken. Also nee, das geht gar nicht. Also heißt es: Geduld haben und Haare lufttrocknen lassen.

Test Drei

Dieser Test sah genauso aus wie Test Eins (ohne Gondwanaland und Regen), allerdings mit nur fünf Pumpstößen Schaum der Mousse. Das Ergebnis war gleich Null, eine gewisse Menge des Produkts ist also schon von Nöten.

Test Vier

Haare wie oben gewaschen, etwas Moroccanoil Oil Treatment (Link) in die Spitzen geben und dann erst die Mousse. Ehrlich gesagt, hat mir persönlich diese Variante am besten gefallen, da mir die Haare ansonsten an den Spitzen zu trocken waren.

Fazit

Die Moroccanoil Curl Defining Mousse kommt in einer weißen Flasche mit dem typischen türkisen Etikett dieser Firma. Das Produkt lässt sich leicht auftragen, riecht ein bisschen cremig, aber dennoch frisch. Sehr angenehm, wie ich finde. Man kann die Flasche auch aufdrehen, um nachzusehen, wie viel noch enthalten ist.

Wer definierte Locken – und zwar bis hin zu richtigen Korkenzieherlocken – haben will, ist hier richtig. Wer lieber sanfte Wellen mag, dem empfehle ich das Oil Treatment.

(Quelle Bildmaterial: Moroccanoil, das Produkt wurde zur Verfügung gestellt)

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