The Help, zu deutsch Die Haushaltshilfe, oder

ein wunderbarer Film, den ich allen hier nur wärmstens ans Herz legen kann. Ich gehe ja, wie alle hier wissen, sehr gerne in diese ladies night preview-Vorstellungen mit meiner Tochter, weil es da ja auch immer einen Piccolo gibt, und da gab es gestern diesen Film. Zum ersten Mal, seit ich in die ladies night gehe, war das Kino nahezu leer – sie hatten Probleme, ihre Gewinne zu verteilen, das müsst ihr euch mal vorstellen, es waren vielleicht vierzig Mädels da, großzügig geschätzt.

Aber der Film war der beste, den ich je in einer ladies night gesehen habe. es geht um die Situation der schwarzen Haushaltshilfen in weißen Haushalten auf dem Land – die „Hilfen“ machen die ganze Hausarbeit, ziehen die Kinder groß, dürfen aber wegen des mit Gesundheitsgefahren verbrämten unterschwelligen Rassismus nicht einmal die Toilette der Herrschaften benutzen. Bei der Baby- und Kinderpflege scheinen keine Gesundheitsgefahren zu bestehen. Eine junge Frau, die von der Universität in ihr Elternhaus zurück kehrt, führt hiemlich Interviews mit den Haushaltshilfen und veröffentlicht diese als „skandalöses“ Buch.

Der Film war rührend, er war spannend, die Schauspielerinnen waren sooo toll, dass einem bei der Bösartigkeit der „Herrinnen“ und der Geschundenheit der „Hilfen“ der Atem wegblieb. Der Film war sehr lang, worauf ich sonst nicht so stehe, nach neunzig Minuten ist mir eigentlich immer nach einem Drink und Gesprächen. Nicht so hier, ich war traurig, als er zu Ende war. Nicht zuletzt waren die Kostüme wunderbar, die Männer so herrlich kurzgeschorene Bubis, die nichts zu melden hatten, und das Gras so schön grün, von den fabelhaften Autos nicht zu reden.

Ich kann euch diesen Film voller Überzeugung ans Herz legen, er ist wunderbar und muss angeschaut werden. Und er muss auf der richtig großen Leinwand angeschaut werden, das ist ebenfalls wichtig, denn die Bilder sind wunderschön und die Gesichter so beeindruckend, das würde zum Teil auf der Glotze verloren gehen.

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