Darphin Melaperfect

Pigmentstörungen rücken immer mehr in den Focus in Sachen Anti-Aging und die Kosmetikfirmen reagieren darauf. Liest man öfter mal auf amerikanischen Websites, wird man feststellen, dass die allgemeine Empfehlung an Wirkstoffen Hydrochinone heißt. Dieser ist in den USA bis zu 2% nicht verschreibungspflichtig, in Europa aber sehr wohl und ich denke auch, aus gutem Grund. Ich persönlich vertrage es nicht, also heisst es Alternativen suchen. Hier ist eine.

Darphin ist in Frankreich in praktisch jeder Apotheke präsent und ich mag die Produkte gerne. Relativ neu im Sortiment ist Melaperfect (30 ml kosten 62 Euro) ein Serum mit zweifacher Wirkung. Zum einen wird das Erscheinungsbild von Pigmentflecken gemildert, zum anderen der Entstehung von neuen vorgebeugt.

Wie kommt es eigentlich zu Pigmentflecken? Grundsätzlich ist es das Ergebnis einer oxidativen Reaktion, in der Haut gibt es sog. Melanozyten, die für die Entstehung von Melanin zuständig sind. Melanin sind einfach gesprochen Pigmente und sorgen für die Farbe von Haut und Haaren. Das ist natürlich nicht der Daseinszweck beim hochentwickelten Organismus Mensch, es wird stark vermutet, dass Melanin als Lichtschutz vor dem schädlichen Einfluss der UV-Strahlung der Sonne dient. Es wurde nachgewiesen, dass Melanin mehr als 99,9 % der Strahlungsenergie in harmlose Wärme umwandelt.

Womit wir dann schon beim Hauptgrund für Pigmentflecken sind: UV-Strahlung. Andere Gründe sind (hauptsächlich bei Frauen) hormonelle Schwankungen, jeder kennt wohl die sog. Schwangerschaftsmaske, d.h. hyperpigmentierte Gesichtspartien während einer Schwangerschaft.  Nach Jahrzehnten hormoneller Verhütung zeichnet sich aber auch ab, dass die Pille einen ungünstigen Einfluss haben kann.

Zurück zur oxidativen Reaktion: Endergebnis ist eine Überproduktion von Melanin und damit Pigmentflecken.

Die Liste der Inhaltsstoffe, die diesem Zustand abhelfen (sollen), ist mittlerweile ziemlich lang, fast jede Kosmetikfirma betreibt eigene Forschung und hat einen entsprechenden „Hauptinhaltsstoff“. Die wissenschaftlichen Studien zu dem Thema sind dann eher dünn gesät.

Wenn man ein wenig im Internet stöbert, merkt man auch schnell, dass es die geheime Superwaffe bei Pigmentflecken eigentlich nicht gibt. Jede Haut reagiert anders und ein Produkt, dass bei der einen sensationelle Ergebnisse zeigt, wirkt bei einer anderen Frau überhaupt nicht. Also heisst es: testen, testen, testen. Und zwar über einen längeren Zeitraum (unter zwei Monaten sieht man vermutlich nur wenig Wirkung) und IMMER MIT SONNENSCHUTZ!!!! Das schönste Produkt nutzt absolut nichts, wenn gleichzeitig durch UV-Strahlung neue Schäden verursacht werden.

Die Wirkung von Melaperfect beruht auf drei wesentlichen Inhaltsstoffen: Extrakte des Trametenpilzes (lassen Pigmentflecken weniger sichtbar erscheinen), Enzianwurzel-Extrakte und Kurkuma-Extrakte. Die letztgenannten sind Antioxidantien und vermindern das Auftreten neuer Pigmentflecken.

Das Produkt arbeitet dreistufig:

  1. Der Trametenpilz-Extraktsoll die Pigmente „aufzubrechen“. Sie werden in ultrafeine Partikelchen zerlegt und die Flecken sind weniger sichtbar.
  2. Durch die natürliche Zellerneuerung werden die Partikel an die Hautoberfläche transportiert und dort abgestoßen. Unterstützt wird dieser Prozess durch mikroverkapselte Salicylsäure (auch BHA genannt, also ein exfolierender Wirkstoff).
  3. Die Antioxidantien Enzianwurzel-Extrakte und Kurkuma-Extrakte helfen dabei, die Melaninproduktion zu regulieren und das Auftreten neuer Pigmentflecken zu verhindern.

Anwendung: Melaperfect wird morgens und abends auf das ganze Gesicht aufgetragen und zwar vor der Creme bzw. dem Sonnenschutz.

So, nach all den theoretischen Abhandlungen kommt der interessante Teil: die Wirkung. Ich habe Melaperfect die letzten beiden Monate morgens und abends benutzt und zwar auf meiner linken Hand. Natürlich kombiniert mit Sonnenschutz tagsüber, den ich nach dem Händewaschen regelmäßig erneuert habe.

Melaperfect hat eine lotionartige Konsistenz, lässt sich gut verteilen und zieht schnell ein. „Krümelbildung“ in Kombination mit Sonnenschutz oder einer anderen Creme gab es nicht. Es riecht auch angenehm leicht zitronig, aber nicht parfümiert, eher natürlich. In der Anwendung ein schönes Produkt.

Und nun der interesante Teil, die Photos.

Zunächst mal vorher

Und so sieht es nach zwei Monaten aus:

Man sieht deutlich, dass die Pigmentflecken weniger geworden sind, die kleinen sind fast ganz weg, der große unterhalb Zeige- und Mittelfinger ist sehr viel blasser geworden. Auch der Hautton ist gleichmäßiger geworden. Bei meiner Haut wirkt es also. Aber auch wohlgemerkt nach zweimonatiger Benutzung (in den ersten vier Wochen sieht man nichts) und in Kombination mit einem guten Sonnenschutz.

Ich habe natürlich auch mal im Gesicht probiert, um zu schauen, ob es Pickel oder Unverträglichkeiten gibt. Gab es nicht, auch hier sehr angenehm auf der Haut und keine unerwünschten Seiteneffekte.

Insgesamt: selbst ausprobieren, ob es wirkt! Ich mag Melaperfect.

(Quelle Bildmaterial: Darphin, das Produkt wurde zur Verfügung gestellt)

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