Clinique Repairwear Laser Focus All-Smooth Makeup SPF15

Die erste „teure“ Foundation, die ich mir vor schon etwas längerer Zeit (muss so um 1987 herum gewesen sein) gekauft habe, war von Clinique. Ich kann mich nicht mehr genau an den Namen erinnern, aber ich glaube, es war das Stay true, dass es auch heute noch gibt oder zumindest ein direkter Vorgänger davon. Mischhaut habe ich immer noch, mittlerweile schätze ich aber neben mattierenden Inhaltsstoffen auch den einen oder anderen Weichzeichner…

Und Extrapflege schadet im allgemeinen auch nicht. Es scheint mir ein neuer Trend in diesem Herbst zu sein, Serum und Foundation zu kombinieren. Neben dem neuen Produkt von Max Factor habe ich hier auch noch einen Testkandidaten von Helena Rubinstein stehen. Aber zurück zu Clinique, die Foundation heißt Repairwear Laser Focus All-Smooth Makeup (was für ein Name, ich schreibe jetzt einfach nur noch Repairwear), ist in sechs Farben erhältlich und 30 ml kosten 35 Euro. Die entsprechende Pflege gefällt mir gut (Bericht), ich benutze übrigens derzeit noch die Überbleibsel von Flasche Nr. 2 aus dem Sommerurlaub.

Und das Konzept ist natürlich genial – man fragt sich, warum es das nicht schon vorher gab. In der Repairwear stecken dieselben guten Inhaltsstoffe wie in dem genannten Serum:

  • drei Enzyme: ein Hefe-Extrakt (Micrococcus Luteus) und ein Plankton-Extrakt (Photolyase Fermentate) regen den natürlichen Reparaturmechanismus der Haut an, OGG-1 Fermentat (aus Senfpflanzen) wirkt als Anti-Oxidant.
  • Palmitoyl Oligo-Peptid gehört zu den Inhaltsstoffen, die die Zellkommunikation fördern und positiv auf die Kollagenproduktion wirken (übrigens nachweislich!)
  • Einer der Klassiker unter den Anti-Oxidantien darf natürlich auch nicht fehlen: Vitamin E

Zusätzlich enthält die Repairwear einen UVA/UVB Breitbandschutz mit SPF 15 (UVA-Schutz durch Titaniumdioxide, funktioniert also). Auch die Feuchtigkeit kommt dank Murumuru-Butter nicht zu kurz. Duftstoffe sind nicht enthalten!

So, nachdem nun der Inhalt aufgelistet ist, kommen wir mal zum äußeren Erscheinungsbild. Die Flasche ist so richtig schön altmodisch mit einer ganz normalen Öffnung statt Pumpspender. Ganz ehrlich: ich mag das. Erstens kann ich die Menge so besser dosieren und zweitens kann man (alter Trick) mit einem kleinen Pinsel aus dem Deckel etwas aufnehmen und als Concealerersatz verwenden. Die Konsistenz ist cremig-angenehm.

Auf der Haut ist die Foundation kurz gesagt ein Traum. Repairwear verschwindet geradezu und zwar nicht in den Poren. Und auch nicht in den Fältchen. Die Haut sieht trotz der guten Deckkraft sehr natürlich und frisch aus,  im englischen Sprachraum wird das gerne als „dewy“ bezeichnet, leider gibt es dafür kein adäquates deutsches Wort. Auf jeden Fall sieht Repairwear einfach richtig gut aus. Wie die eigene Haut in der zehn Jahre jüngeren Version ohne jede Alterungserscheinung.

Falten verschwinden (natürlich) nicht, aber durch die Deckkraft werden Unregelmäßigkeiten im Hautton prima ausgeglichen. Am schönsten finde ich das Ergebnis übrigens in Kombination mit dem Repairwear Laser Focus Serum und einem Clinique Sonnenschutz, die Produkte passen einfach optimal zusammen. Wer sich jetzt über den Sonnenschutz wundert: ich wiederhole mich da, aber der genannte Sonnenschutz gilt nur in der angegebenen Stärke, wenn man GENUG davon aufträgt – und bei Foundation ist das schwierig bis unmöglich.

So, und wer sich jetzt über meine Foundationberichte in letzter Zeit (und es kommen noch ein paar) wundert, weil ich von einem hervorragendem Review zum nächsten komme, dem kann ich nur sagen: ich stehe morgens vor diversen Fläschchen und Puderdosen und habe derzeit mit sieben (!) Favoriten die Qual der Wahl. Und das, nachdem ich jahrelang nach einer schönen Foundation gesucht habe… wie war das noch mit den Wünschen, vor deren Wahrwerdung man sich hüten sollte? Ach was, ich liebe sie ALLE.

Letzte Bitte an Clinique: man könnte nicht zufällig noch einen Repairwear Concealer erfinden???

(Quelle Bildmaterial: Clinique, das Produkt wurde zur Verfügung gestellt)

  • Also gibt es doch Menschen, die diese Flakons ohne Pumpspender mögen 🙂 😉 . Ich frage mich immer, warum das Clinique so macht. Dieser „Retro“-Look, der dadurch entsteht, den mag ich auch!

  • Jetzt bin ich richtig neugierig geworden. Ich habe früher nur Clinique benutzt, Pflege und dekorative Kosmetik, dann nur noch den AMU-Entferner in der blauen Flasche. Aber jetzt wirds Zeit, sich diese Foundation mal genauer anzusehen und mal wieder in Clinique zu investieren! Danke für die Review.

  • Ich mag die offenen Flaschen nicht, ich kann nicht richtig dosieren, aber das ist bestimmt Geschmackssache. An sich ist das Repair Zeugs klasse, aber ich misstraue dem Sofort-Effekt, und ein sehr ehrlicher Clinique-Mitarbeiter sagte mir dann auch ganz offen, dass die Foundation für meine sehr fettige Haut nicht geeignet ist. Diese wird nur für mittlere bis trockene Haut empfohlen. Was mich vom Kauf abgehalten hat, nicht jedoch davon dem Mitarbeiter und dem hause Clinique meine Sympthatie zu schenken, die sich ganz gewiss in zukünftigen Käufen ausdrücken wird… wenn es Laser Foundation für ölige Haut geben wird. dewy=taufrisch. Und so wollen wir doch alle aussehen, gell? 🙂

  • Da hast du sicher recht gehabt, Bärbel, die foundation nicht zu nehmen denn für ölige Haut ist die sicher nichts. Es gibt aber von clinique andere foundations, die da richtig wären, superfit zum Beispiel, oder du schaust dich mal bei Bobbi Brown um, wenn das möglich ist, da kann ich dir die skin oder die mineral skin empfehlen.

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