Biotherm L’Eau Vanessa Bruno

Darf ich mich mal als Modeignorant outen? Mir sagte der Name Vanessa Bruno absolut nichts. Eigentlich schade, dass sie nicht den Namen ihrer berühmten Mutter trägt, das war nämlich Emmanuelle Khanh. Vanessa Bruno ist in ihre beruflichen Fußstapfen getreten und neu ist die Zusammenarbeit mit Biotherm.

Heraus kam der erste Winterduft von Biotherm. Bisher kannte man von Biotherm eher sommerlich-frisches, viel Zitrone und Aquatisch-Frische, evtl. auch mal ein paar Früchte.

L’Eau Vanessa Bruno (100 ml kosten 41 Euro) kommt da ganz anders daher: der Flakon ist opak weiß und mit einem nostalgisch anmutenden Motiv bedruckt. Auch die Komposition unterscheidet sich erheblich vom bisher gewohnten. Die Kopfnote klingt noch vertraut (Mandarine, Blutorange, Schwarze Johannisbeere), aber schon die Herznote (bulgarische Rose, Bourbonrose und Maiglöckchen) finde ich nicht sehr Biotherm-like. Und dann kommen Zeder und Moschus. Wrumms.

Nein, macht es nicht, das hier heißt L’Eau und nicht Serge Lutens.

Aber es ist soooo schön, ein Winter-Wochenend-Casual-Duft – absolut perfekt. Unauffällig, aber präsent, warm, aber nicht orientalisch. Passt perfekt zu Jeans und bequemer Homewear (ich habe neulich gelesen, dass man Jogging- und Pyjamahosen aller Art jetzt so nennt…). Es hält für die geringe Duftkonzentration relativ gut, aber alle drei Stunden kann man mit ruhigem Gewissen und ohne Belästigung der Mitmenschen nachsprühen.

Die Flasche muss man mögen, ich habe es nicht so sehr mit Schnickschnack aller Art, aber ich habe die Flasche einfach umgedreht und jetzt steht sie schlicht weiß im Schlafzimmer.

Sehr gelungen – gefällt mir.

(Quelle Bildmaterial: Biotherm, das Produkt wurde zur Verfügung gestellt)

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