Berlin, ick liebe dir, oder wie schön ist es, nach Hause zu kommen!

Ich war eine gute Woche weg in der Sonne, auf Zypern, mit meinen heißgeliebten Kindern bei meiner liebsten Tante in deren wunderschönen Häusern (protz – aber es sind wirklich zwei) inmitten ihres hinreißend überbordenden Gartens und es hat mir nichts gefehlt. Nun, es hilft ja leider nichts, der Urlaub dauert immer nur ein Viertel so lange wie die Vorfreunde darauf, und ich musste wieder zurück. Und wurde hier gleich mit der üblichen Berliner Herzlichkeit, auch Berliner Schnauze genannt, begrüßt.

Gelegentlich habe ich mich auch auf Zypern irritieren lassen von der Frauenfeindlichkeit der Zyprioten, die immer noch selbstverständlich davon ausgehen, dass Frauen sich Männern unterordnen, und teils richtig unhöflich sind, wenn ich als Frau irgendetwas von einem männlichen Dienstleister will – es scheint irgendwie beleidigend zu sein, wenn ein Mann einer Frau einen türkischen Tee bringen muss, aber warum arbeitet er dann als Kellner in einem Lokal, das auch von Frauen besucht wird? Ich musste dreimal nachfragen und habe schließlich das Geld auf dem Tisch liegen lassen, weil er nicht zum Kassieren kam, das war wohl zu viel, nun auch noch mal die Rechnung zu bringen.

Der Ort des Geschehens war ein Internetcafe auf dem Istanbuler Flughafen. Auch die Stewardessen von Turkish Airlines sind nicht nett zu Frauen, das merke ich hauptsächlich dann, wenn sie in meiner Nähe mit männlichen Fluggästen agieren. Der Herr über den Gang bekam ohne weiteres nach dem Essen noch einen Tee UND eine Cola gebracht, ich wurde zehn Sekunden später barsch beschieden „We have no second service, lady!“. Nun ja, jedenfalls nicht für mich, das stand mal fest. Aber überwiegend waren die Menschen auf meienr Reise liebenswürdig, freundlich und zugewandt.

Als ich nach zehn Tagen braungebrannt nach Berlin zurückkehrte, regnete es Bindfäden, der Flughafenbus war schwer überfüllt, die U-Bahn verspätet und ich daher sehr froh, dass ich aus der U-Bahn durch dem Regen gerade noch in die sich eben schließende Tür meines Busses springen konnte, um nicht noch nasser zu werden. Ich stand also glücklich in dem Bus, der allerdings nicht losfuhr. Statt dessen fühlte ich eine schwere Hand auf meine Schulter fallen und eine Stimmt blaffte „Wenn Se schon meinen, mir hier die Tür fast rausreißen zu müssen, denn können Se ja wohl wenischtens soweit zurückgehen, dat ich se zumachen kann, wa?!?“ Ach ja, dachte ich, schön, wieder zu Hause zu sein….

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