Ooooh, war das schön, oder eine Reise in die Vergangenheit

hatte ich letzte Woche. Es regnete in Strömen, meine Tochter langweilte sich völlig zu Recht, denn 4 gewinnt, Uno und Kakerlakenpoker waren gespielt und das Wetter sogar drinnen bedrückend. Also beschlossen wir, uns einen Film herunterzuladen. Es gibt da bei t-home auch eine Sparte Kinderfilm und wir scrollten durch die Angebote. Es war nicht so einfach, denn ich wollte keinen Zeichentrick und nichts so richtig Doofes, meine Tochter wollte, dass ich mit ihr zusammen gucke, also mussten wir einen Kompromiss finden.

Plötzlich, ich weiß auch nicht warum, erschien das „Doppelte Lottchen“, und war in der uralten Schwarzweißfassung, zu der Erich Kästner noch selbst das Drehbuch geschrieben hat.

Sehen und Herunterladen waren eines. Und dann fing der Spaß an. Ich war natürlich ganz in meine Kindheitserinnerungen an diesen Film, der damals aber auch schon nicht mehr taufrisch war, versunken und habe es genossen. Das Interessante war, dass auch meine neunjährige Tochter von dem Film absolut gefesselt war, trotz der vergangenen Zeit. Trotz der seltsamen Verhaltensweise wie Knicksen, Eltern nicht widersprechen und den dort sichtbaren Lebensumständen war sie absolut hingerissen und begeistert. Nun muss man auch mal sagen, dass der Film großartig ist, lustig, verspielt, mit einer schnell vorangetriebenen Handlung ohne Längen und mit wirklich beeindruckenden Schauspielern.

Aber das konnte meine Tochter ja nicht wissen. Ich nehme daher mal an, dass Qualität auch nach Jahrzehnten noch erlebt wird. Und kann nur raten, sich auch mal ab und an einen alten Schinken reinzuziehen, das ist wirklich lustig und bereichernd.

Anmerkung von Irit: mein absoluter Liebling ist „Drei Männer im Schnee“ (auch von Kästner) – ich sage nur Kasimir!

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