Mein Lieblingsfriseur: Aveda in Berlin

Kürzlich habe ich eine Mail der PR-Abteilung von Aveda bekommen und musste mich doch über mich selbst wundern. Mittlerweile sind alle Marken, die wir selbst gerne mögen und benutzen, in unserem Blog vertreten, was zwei Vorteile hat: man verpasst keine Neuheit und kann auch neue Produkte testen. Aber Aveda fehlte tatsächlich noch. Und die sind in unserem Haushalt gut vertreten: mein Mann kauft immer die 1-Liter-Flasche Shampoo gegen Schuppen.

Ich mag auch gerne die Shampoos und besonders die Körperpflege, der Calming Body Cleanser ist einfach toll und ein immer wieder gern gekaufter kleiner Luxus. Genau wie die Handcreme (erwähnte ich schon meinen Handcreme-Fimmel?).

Aber das absolut Allerbeste an Aveda ist der Friseursalon in Berlin auf dem Ku’damm. Ich war vor fünf Jahren zum ersten Mal dort, staunte über die Preise und war etwas zögerlich. Eine Freundin überredete mich, unbedingt dorthin zu gehen und was soll ich sagen: wann immer ich in Berlin bin, habe ich einen Friseurtermin dort. Zwischenzeitlich habe ich es sogar geschafft, meine Berlinbesuche so zu legen, dass ich jeglichen Friseurbesuch hier in Dortmund erfolgreich vermieden habe. Das hat in der letzten Zeit nicht mehr ganz so gut geklappt, aber letzte Woche war ich wieder da und es war gut wie immer.

Meine Lieblingsfriseurin Nina ist mit den Jahren von der Stylistin (50 Euro) zur Master Stylistin (68 Euro) aufgerückt – und wenn ich mir meinen Haarschnitt anschaue, ist er das wirklich wert. Da zipfelt nichts, was bei meinen glatten Haaren mit strategisch ungünstig sitzenden Wirbeln und einem Bob eine Leistung ist. Die Haare sitzen einfach gut und lassen sich einfach fönen. Und die Beratung ist einfach gut – realistisch und ehrlich. Ich habe immer noch kein Pony (ich dachte, das kommt bei Stirnfalten billiger als Botox, das ich eh nicht gerne mag, das ist aber mal ein Thema für einen anderen Artikel), weil meine Haare zwar glatt sind, aber ich genau über der Stirn einen Wirbel habe. Nina macht mir halt nicht irgendetwas, sondern eine Frisur, die zu mir und meinen Haaren passt. Und natürlich werde ich auch den Farbtipp befolgen und am Wochenende mal richtig Kupfer färben 🙂

Und so sieht es dort aus:

Ich meine ja, das dieses Photo mit einem merkwürdigen Objektiv aufgenommen ist, in Wahrheit ist es viel gemütlicher und netter. Die Friseure sind konzentriert bei der Arbeit, die Atmosphäre ist sehr freundlich und es riecht ganz typisch nach – Aveda.

(Quelle Bildmaterial: Aveda)

  • Christiane

    Dein Artikel ist eine schöne Punktlandung: Gestern war ich (das erste Mal)in einem Aveda-Salon – es war nicht „Deiner“, sondern der seit Februar geöffnete Salon/Spa am Hackeschen Markt. Ich bin beeindruckt – von den Produkten, der Kompetenz und nicht zuletzt meinen Haaren! Noch nie war meine rote supertrockene störrische Lockenmähne so schön fallend – ein Hoch auf den Scherenkünstler, der trotz meiner Einschränkungen (nur die kaputten Spitzen bitte!)zauberte! – und so glänzend.
    Der langsam aber sicher grau werdende Ansatz ist weg und dank der exzellenten Farbberatung bin ich aber nun keine Mohrrübe. Kurz gefasst – ich bin beeindruckt und find mich schön und es war jeden Euro wert.

  • hallo , kann mich Eurer begeisterung leider nicht anschliessen, man kann auch ganz schön andere Erfahrungen machen bei AVEDA , zumindest Kudamm , die anderen kenne ich nicht. Jedenfalls ist es auch meinen Freundinnen aufgefallen dass die Leistung dort nachlässt und man mehr und mehr überheblich wird und nur noch an das Verkaufen denkt, ich kenne einige die deshalb nicht mehr hingehen und sich nach Alternativen umsehen und davon gibt es schliesslich reichlich.Es ist einfach unverständlich dass man so agressiv an der Umsatzschraube drehen will und das Verärgern von Kunden hinnimmt, statt einen solide leistung abzuliefern und seine Stammkunden zu pflegen.

  • Der Beitrag liegt zwar schon eine Weile zurück aber ich möchte hier mal etwas hinterlassen, weil Haare immer ein heikles Thema sind, gerade für Frauen 😉 Meine inzwischen über Jahre laufende Friseur-Odyssee (immer auf der Suche nach dem Absoluten) zu beschreiben, könnte ein ganzes literarisches Werk füllen. Habe sie fast alle erlebt, ob sie nun Udo Walz, Dzwikowski, Shan Rahimkhan, Milan oder wie auch immer heißen. Einer schlimmer als der andere. Ketten werden kategorisch abgelehnt, ausgenommen Sassoon und Toni&Guy, mit eigenen Akademien/Talentschmieden. Aber auch die konnten nicht überzeugen, weil die Talente sich unter dem Apparat nicht frei entfalten dürfen. Die Sassooner sind starke Geometristen, schneiden sehr kompakt und können nicht gut modellieren.

    Toni&Guy’ler verbringen sehr viel Zeit mit abteilen, separieren, auspointen aber da war das Ergebnis gar nicht so schlecht. Eine gute Frisur muss bei mir immer mindestens 8 bis 10 Wochen halten. Ende 2010 bin ich dann in einem Salon in Berlin gelandet, der ausschließlich von selbständigen Stylisten getragen wird, die ihr Potential ganz individuell einsetzen dürfen. Dort traf ich ein grandioses Talent namens Simon. Leider ist Simon inzwischen in seine Heimat gekehrt (mit eigenem Salon) und die Suche ging weiter. Nun habe ich gerade gestern eine sehr positive Erfahrung gemacht. Auch ein Salon in Berlin, der nur aus Selbständigen besteht.

    Der neue Gott heißt Chris. Er ist deshalb so göttlich, weil er komplett ohne Schere (und, oh Gott bewahre, ohne Messer) agiert, egal welche Haarlänge oder Haarstruktur ihm begegnet. Er hat ein extrem gutes Proportionsgefühl. Erklärt hat er es so: mit einer Schere werden die Haare in einem sehr unnatürlichen Zustand abgeschnitten, weil sie in der Hand fixiert werden und unter Spannung geraten. Er arbeitet deshalb nur mit einem Kamm und seinem Rasierapparat. Die Haare werden möglichst spannungsfrei angehoben und fein abrasiert. Und was soll ich sagen: es fühlt sich perfekt an. Nun hoffe ich mal, dass Chris noch lange da bleibt, wo er ist… also liebe Damen: die Suche nach Talenten lohnt sich immer 🙂

  • @NiQa: und wo genau findet Frau diesen Gott in Berlin?

  • @Julia: jetzt weiß ich nicht, ob Irit hier „Werbung“ erlaubt und warte mal auf ihr Statement 😉 Auf jeden Fall in der Nähe der Kulturbrauerei…

  • wo ist denn Simon abgeblieben? Wäre ja mal interssant…

    und in Sachen Chris: wir wollen Namen, Adressen usw

  • *löl* Simon (Henn) ist in Werbach (zwischen Nürnberg und Frankfurt am Main) abgeblieben.
    Er war bis 2012 bei MU Berlin -> auch ein sehr erwähnenswerter Salon auf einem Hinterhof in der Linienstraße, allein der Glaskasten mit Souterrain ist schon der Hammer.

    Und der neue Gott heißt Christian Grieser, arbeitet bei Beauty Direction Berlin.
    Gründer ist Marcel Sipp, zu dem wollte ich ursprünglich, er hat mich bei meinem ersten Besuch angegrinst und gesagt: nein, Dich schneid‘ ich nicht, Du musst zu Christian. Erlebt man auch nicht alle Tage… jetzt wird der Salon erst mal 2 Wochen umgebaut und aufgehübscht, ab Mitte Oktober also wieder.

  • eine Friseuradresse fällt für mich nicht unter Werbung, ich mag hier halt keine bezugslose Werbung für Shops aller Art

  • war mir nicht ganz sicher, aber dann weiß ich das jetzt auch 😉

  • Liebe Irit,

    mal Hand auf Herz, ist nicht der Ganze Block Werbung. Bin eher
    der stille Beobachter hier, aber Werbung macht ihr doch genug!!

  • nein – wenn wir ein reiner Beautyblog wären, vermutlich ja. Aber es gibt ja genug Bücher, Musik, Politik, Leben jenseits dieser Themen. Und wir sagen auch bei jedem Produkt, dass wir geschickt bekommen, entsprechendes dazu. Letzten Endes ist es Teil des Konzepts, Produkte vorzustellen – und wenn es die Möglichkeit gibt, mit Firmen zusammen zu arbeiten, finde ich das ok, solange es nicht heimlich passiert.

    was ich nicht mag, ist versteckte Werbung oder Kommentare als „Leser“, wenn sich dann der Shopbetreiber dahinter verbirgt

  • Block C in der JVA Oberursel? *gg

    Für mein Befinden, hat der Blog hier Hand und Fuß und genügend Tiefgang, um nicht als oberflächlicher Werbeblog abgetan zu werden. Er ist doch eine unterhaltsame Informationsplattform. Hinter jeder Empfehlung muss ja zwangsläufig ein Produkt, ein Ort, ein Buch etc. stehen oder sprechen wir hier über elektromagnetische Wellen?

Deine Meinung?