Toll, wenn Kinder wissbegierig sind, aber

wenn sie dann auch alles machen wollen, was ich so kann, wird da schnell eine Nervenprobe draus. So heute, als mein geliebtes Töchterchen von 9 Jahren sich in den Kopf setzte, nunmehr auch stricken zu wollen. Angeregt, ich gebe es zu, durch mich, die ich derzeit mit der möglichst kurzfristigen Anfertigung eines Ponchos für sie beschäftigt bin. Es gab nämlich keine schönen im Laden, jedenfalls nicht in ihrer Größe oder in adäquatem Material. Hätte ich ihr doch den zu großen pinkfarbenen aus Polyester für 15 Euro gekauft.

Aber nein, Janne hat Geschmack und findet, dass ihre Kinder das auch lernen sollen. Also ab in den Wollladen meiner Wahl und schöne blaumelierte Wolle nebst hellblauer für die Bündchen für 68 Euro (in Worten achtundsechzig, ok, was war auch noch eine kurze Rundnadel dabei, denn Ponchos werden vom Hals weg rund gestrickt) ausgegeben. Und angefangen. Elende Plackerei, noch vier Zöpfe waren gewünscht, und außerdem mag ich Strickarbeiten nicht, wo die Maschenanzahl frustrierenderweise kontinuierlich zunimmt.

Aber zurück zum Thema: Heute wollte das Herzenskind einen Schal stricken. Nun kann man Schals nicht einfach rechts stricken, dann rollen sie sich, also zwei rechts, zwei links. Schon eine Überforderung. Wie Maschen anschlagen geht, hatte sie auch schon wieder vergessen. Also Maschen anschlagen, die ersten Reihen stricken und dann das Ganze an das Kind übergeben, das sich nunmehr damit beschäftigt, möglichst nur jede zweite Masche fallen zu lassen, die ich dann wieder hochhäkeln darf. Wann ich wieder zu dem Poncho komme, steht in den Sternen. Aber er war ja auch für sie gedacht….

  • Freu dich! Stricken ist so ein tolles Hobby. Und schließlich haben wir alle mal klein angefangen. Ich habe es von meiner Oma gelernt. Halt dich fest, beim ersten mal mit einer Stricknadel und einer Schaschliknadel, weil in unserem ganzen Haushalt keine 2. Stricknadel zu finden war und meine Oma ihre ja selbst im Gebrauch hatte. 🙂
    Und auch aus mir ist eine passable Strickerin geworden und ich liebe es noch heute – nach einer fast 10 jährigen Pause in den 90ern.
    Am allerliebsten stricke ich Socken, weil es so tolle Wolle gibt und weil man so schnell was fertig und ein Erfolgserlebnis hat und weil es im Winter so gemütlich ist, selbstgestrickte Wollsocken zu tragen. 🙂

  • Du, ich liebe Stricken auch, es war ja nur ein Stoßseufzer!!

  • ich erinnere mich an den handarbeitsunterricht in der schule – gruselig!! 🙂

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