In Anlehnung an den Gartenhasserthread oder

ich oute mich auch mal: ich mag einfach keine Menschenansammlungen. Und zwar egal, ob es sich um Straßenfeste, Konzerte, Umzüge oder sonstige open-air-Festivitäten handelt. Das ist eine ungewöhnliche Abneigung, wie ich immer wieder merke, denn die meisten Leute gehen furchtbar gerne zu so was.

Ich mag nicht so eng mit so vielen Leuten zusammen sein, das ist mir immer zu drängelig und gequetscht, während andere das gemütlich finden. Ich habe immer Angst gehabt, dass so etwas wie in Duisburg passiert, mich macht das schon fertig, wenn ich beim Karneval der Kulturen an irgendeiner Engstelle nicht weiterkomme. Am allerschlimmsten ist es, wenn ich die Kinder dabei habe, weil ich dann noch denke, ich muss sie beschützen.

Mir ist schon klar, dass es sich hier um eine leicht neurotische Erscheinung handelt und ich vermutlich vor dem Kontrollverlust durch die Einschränkung meiner Handlungsfreiheit Angst habe.

Das mag ja alles sein, ich verstehe das auch und sehe es ein, aber mein Magen nicht und mein Herz auch nicht. Mein Magen krampft sich zusammen und mein Herz rast. Nun tun sie das auch, wenn ich an einer steilen Piste stehe und herunterschaue, aber da liegt ja ein Sinn darin, diese Alarmzeichen zu ignorieren und sich trotz allem diese Piste herunter zu stürzen, denn Skifahren ist einfach toll und die Belohnung für die Überwindung der Höhenangst (Hilfe, ich falle bis ins Tal!) ist ein wunderbares Gefühl beim Carven.

Aber welche Belohnung mich dafür erwartet, wenn ich meine Abneigung gegen Menschenmengen in einer gewissen Dichte überwinde, ist mir nicht ersichtlich und hat mir auch noch niemand erklären können. Im Gegenteil hat das Unglück von Duisburg alle meine schlimmsten Vorahnungen übertroffen. Also wird mein Mann auch weiterhin ohne mich zu solchen Veranstaltungen gehen müssen, ich spare mir das einfach und fühle mich sehr wohl dabei!

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