Weitere Dinge, die mich glücklich machen

oder warum musste ich erst fabforty werden, um die einfachen Sachen lieben zu lernen? Heute morgen bin ich um den See gerannt und hinterher ins Wasser gesprungen. Dieser wunderbare Gegensatz zwischen heiß-verschwitzt und eiskaltem Schock auf der feuchten Haut hat mich glücklich gemacht. Dieses Sinnenerlebnis, die Intensität- vermutlich, weil ich in dem Moment auch ganz präsent war, schockgefroren nämlich. Und krebsrot, als ich herauskaum. Aber so schön kühl und erfrischt.

Das Ganze habe ich dann fortgesetzt, indem ich mir eine Flugmango bei dem Obsthändler am See gegönnt habe, der den Euro schon lange abgeschafft hat und sich das Obst einfach mit Gold aufwiegen lässt. Die Menge Gold rechnet er dann wieder in Euro um, anders kann ich mir nicht erklären, dass eine einzige Mango 5,95 kostet. Aber davon wollte ich ja gar nicht sprechen, sondern davon, wie köstlich sie mir über die Zunge geglitten ist, dass sie einfach perfekt war. Perfekte Reife, noch nicht matschig, aber weich, perfekte Süße, großartig.

Und last, but not least, habe ich alle meine geliebten Pflanzkübel gedüngt (=bemuttert), bewundert und angehimmelt. Und meine Hängematte an das wieder aufgebaute Gestell gehängt, mich hereingelegt und mein Buch genossen. Kaum lag ich drin, kam meine geliebte Familie von ihrer Wochendreise zurück. Und das war das Allerbeste: nach zwei Tagen ganz alleine meine Lieblingsmenschen wieder um mich zu haben. So hatte ich die Mango und den Kaffee noch ganz für mich, die Hängematte habe ich sehr gerne geteilt! Alles zu seiner Zeit!!

Deine Meinung?