Gut geschminkt: Highlighter

Wieso sehen junge Frauen eigentlich immer so strahlend aus? Ganz einfach: die Haut ist glatter und reflektiert das Licht besser, das Ergebnis wird dann in Beautykreisen gerne als „Glow“ bezeichnet. Ich habe da auch noch ein Führerscheinphoto (mit 18…), dass ich ab und an neidvoll betrachte. Egal, da kann man etwas machen!

Der Trick besteht darin, die richtigen Partien im Gesicht unauffällig (die Betonung liegt auf UNAUFFÄLLIG) mit etwas Schimmer zu versehen und die entschwundene Lichtreflektion nachzuahmen.

Was man mit Highlightern – egal ob flüssig oder pudrig – nicht tun sollte:

  • unter die Foundation mischen: der metallische Effekt sieht einfach nur grausam aus
  • großflächig auftragen: auch dafür gibt es ein wunderbares englisches Wort, nämlich Discoball (wir erinnern uns an die Dinger an der Decke?). Auch das sieht furchtbar aus.
  • Falsche Farbe nehmen: Highlighter ist weder Bronzer noch Rouge, die Farbe sollte zum Hautton passen
  • zuviel nehmen: sobald man es sieht, hat man zu viel genommen!

Abgesehen von diesen Fallstricken ist es eigentlich sehr einfach.

Bei flüssigen Highlightern nimmt man den Foundationpinsel, nimmt sehr wenig (!) vom Handrücken auf und verteilt das Ganze oben auf den Wangenknochen. Oder anders: vom Ende der Brauen ein „C“ Richtung Nasenspitze malen. Der Highlighter sollte oben auf den Wangenknochen sitzen, das ist die Partie, auf die das Licht fällt und die „glowen“ soll. Das Ganze sorgfältig an den Ränder einarbeiten.

Wenn man in den Spiegel schaut, darf man erst ab 20cm sehen, dass da etwas ist. Alles andere ist zuviel. Tritt man einen Schritt zurück, sieht man einfach etwas wacher und frischer aus – und zwar ohne den genauen Grund benennen zu können.

Mit pudrigen Highlightern funktioniert es im Prinzip genauso. Wichtig ist hier der Pinsel, auf keinen Fall einen Blushpinsel oder einen dicht gebundenen Pinsel nehmen, lieber ein sogenanntes Stinktier (MAC Pinsel Nr. 187 oder ähnliches, z.B. in der günstigen Variante von Zoeva).

Ich habe derzeit drei Produkte im Einsatz, die ich gut finde und gerne mag. Als Flüssigvariante finde ich den Highlighter Pen von Bobbi Brown (hier) ganz wunderbar, ich habe ihn in der Farbe Opal. Lässt sich mit dem integrierten Pinsel sehr gut auftragen und wunderbar verblenden.

Bei den Pudern mag ich zum einen von MAC den Sculpting Powder in Emphasize, ein Elfenbeinton mit sehr zartem Schimmer – sehr gut für Anfänger. Der Puder ist ein MAC Pro-Produkt und nur in den MAC Pro Stores in Köln und Berlin erhältlich. Mein neuester Liebling ist aber dieser hier:

Dior hat mit dem Diorskin Poudre Shimmer (oben in Rose Diamond, es gibt auch Amber Diamond mit etwas dunkleren Farbtönen, das gute Stück kostet 42,50 Euro) einen wunderbaren Highlighter. Man kann die Farbe nach Bedarf auswählen (geht übrigens auch sehr gut als Eyeshadow für den Abend) und die Perlmuttpartikel sind so fein, dass nichts glitzert, sondern die Haut einfach nur strahlend gut aussieht. Die Farbpigmente unterstützen den Effekt. Man kann den Puder tagsüber mit dem besagten MAC 187 hauchdünn auftragen und abends dann ein wenig mehr nehmen. Der Poudre Shimmer ist einfach toll 🙂

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