Frühlingsgefühle allenthalben oder geht es euch

auch so, dass ihr sofort gute Laune bekommt, wenn ihr frisch erblühte Tulpen, den zarten grünen Schimmer über dem Wald oder die leuchtenden Forsythien seht? Mir geht dann immer das Herz auf, ich finde die kleinen Krokusse, Winterlinge, Schneeglöcklichen, Hyazinthen und was da noch alles wächst, so herzzerreißend tapfer.

Wie sie sich aufmachen noch in dunkler Winternacht in gefrorenem Boden, und das alles nur, um den Frühling zu begrüßen. Auch wenn der blöde Kerl dieses Jahr jedenfalls in der Hauptstadt mehr als launisch ist: Während ich Sonntag im Hemdchen auf der Terrasse saß und las, am Montag noch offen im strahlenden Sonnenschein durch die Stadt cruiste und es mir richtig warm dabei war, ist seit gestern irgendwie wieder so ein trübes Regenschmuddelwetter angesagt, mit kräftigen Böen und unter zehn Grad *schüttel*.

Nichtsdestotrotz recken die Osterglocken ihren Kopf trotzig gegen den Regen, beugen sich dem Wind und stehen wieder auf, als wenn sie sagen wollten, hey, mach doch, was du willst, jedenfalls wir bleiben hier und wir bekommen unseren Frühling, irgendwann schon. Das freut mich, und dann glaube ich auch, dass bald die ersehnte Wärme kommt. Bestimmt, die Pflanzen wissen das auch schon, die Rosen und Hortensien treiben kräftig aus, und wer weiß, vielleicht brauchen sie noch ein bisschen Regen, damit alles noch besser wächst. Ich habe es jedenfalls geschafft, vor dem Regen noch zu düngen, und der Dünger löst sich viel besser auf, wenn ordentlich Wasser drauf kommt, und da bin ich doch ganz froh, dass ich heuer nicht so viel sprengen muss.

Wie ihr seht, kann sich die Gärtnerin jedes Wetter schön reden, denn gut für die Pflanzen ist Regen allemal, wenn auch nicht für meine sonnensehnsüchtige Haut…

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