Gut geschminkt – Teil 3

Nachdem ich in den letzten beiden Wochen ziemlich ausführlich über all die Dinge geschrieben habe, die man lieber nicht machen sollte, kommt heute der genaue Plan für ein einfaches Basis-Makeup, dass man eigentlich jeden Tag tragen kann. Und weil es eine Basis ist, kann man es auch prima ausbauen und aufpeppen.

Was gehört unbedingt zu einem Basis-Makeup?

Das sieht natürlich jeder anders, mein persönliches Fünf-Minuten-Makeup lässt sich flexibel an jede Haut-, Haar- und Augenfarbe anpassen und steht eigentlich jeder Frau.

Was braucht man?

  • Foundation
  • Concealer
  • (Creme-)Blush
  • Mascara
  • etwas simples für die Lippen wie ein Gloss, eine getönte Lippenpflege oder ein transparenter Lippenstift

Da haben wir dann auch schon die letzte Woche erwähnte Liste der fünf Produkte.

Ganz wichtig ist auch das richtige Handwerkszeug, nämlich gute Pinsel. In meinem Schminkkoffer finden sich ziemlich viele und zwar aus jeder Preisklasse, von der DM-Hausmarke bis zu teurem Profiwerkzeug z.B. von MAC.

Wie macht man es?

Ganz einfach: fünf Produkte, fünf Schritte.

  1. Die Foundation sollte bei nicht mehr ganz taufrischer Haut eher flüssig-cremig sein, matte Puderfoundations betonen eher die Falten und lassen die Haut müde erscheinen. Ausnahme sind die Produkte, die nicht nur deckenden und mattierenden Charakter haben, sondern lichtzerstreuend wirken. Aktuelles Beispiel ist die neue Illuminating Finish Powder Compact Foundation von Bobbi Brown.
    Ich habe derzeit fünf Foundations, die ich je nach Lust und Laune und Hautzustand benutze, diese Woche konnte ich mich kaum von meiner Clarins Teint Multi-Régénérant trennen, aber das heißt ja nichts für nächste Woche.
    Etwas Foundation auf den Handrücken geben und mit einem Foundationpinsel  aufnehmen, dann erstmal ein paar Tupfen ins Gesicht setzen. Das Ganze dann sorgfältig verstreichen und ruhig richtig „einarbeiten“, also hin und her wischen und auch kreisförmig. Zum Schluß darf man keine Spuren mehr sehen, auch in den größeren Poren an der Nase so lange verstreichen, bis die Foundation auf Anhieb nicht mehr sichtbar ist.
    Tipp zum Pinsel: ich mag den Pinsel von Esprit aus dem DM, er kostet knapp 10 Euro und ist wirklich gut.
  2. Concealer wird mit einem kleinen Pinsel an der Innenseite des Nasenrückens nahe den Augen verteilt und dann Richtung Unterlid verstrichen. Dadurch wird die Partie aufgehellt, man sieht gleich wacher und frischer aus. Achtung: maximal bis zur Mitte des Auges verstreichen, sonst kriecht der Concealer unweigerlich in die Mimikfältchen und lässt einen ziemlich alt aussehen. Praktisch sind Produkte mit eingebautem Pinsel, die meist auch aufhellend wirken.
    Entscheidend beim Concealer ist die Farbwahl, er sollte ein bisschen (!) heller als die Foundation sein.
    Ich habe die Erfahrung gemacht, dass eher teure Produkte an diese Stelle eine lohnende Geldausgabe sind, die Pigmentierung und Abdeckkraft sind einfach besser und die Konsistenzen ausgefeilt. Meine Favoriten kommen von Bobbi Brown (Concealer im Töpfchen) und von Clinique (Airbrush Concealer mit Pinsel).
    Mein Tipp zum Concealerpinsel: ich habe einen von der DM-Hausmarke Ebelin und mag ihn.
  3. Cremeblush kann man gut mit den Finger auftragen. Ich mag Cremeblush eigentlich lieber, weil die cremige Konsistenz einen „Glow“ auf die Wangen zaubert und schmeichelhaft aussieht. Produkte gibt es leider nicht so viele wie in Puderform, ich mag am liebsten die neuen Cremeblends von MAC (die es letztes Jahr schon mal in limitierter Auflage gab) und die Pot Rouge von Bobbi Brown.
    Zur Auftragetechnik: etwas von dem Produkt auf den Mittelfinger nehmen , lächeln und den ersten Punkt auf die „Äpfelchen“ (die Stelle, die hervortritt) setzen, dann eine gerade Linie Richtung Ohr tupfen. Zart verreiben, dabei aufpassen, dass es nicht zu großflächig wird, Ränder ordentlich verstreichen – fertig.
  4. Mascara ist ein weites Feld, deshalb heute nur ein Tipp zur Technik: das Bürstchen am Wimpernrand ansetzen und hin- und herruckeln. Das hat zwei Vorteile: zum ersten kann man so die Wimpern schön durch die Bürste ziehen und es wird genügend Farbe abgegeben. Zum zweiten wird der Wimpernrand betont, das gibt dem Auge gleich noch Kontur.
  5. Gloss/Lippenstift/Lippenpflege auftragen

Fertig!

Nächste Woche erkläre ich, wie man dieses Makeup ausbauen kann – zunächst mal fürs Büro.

Mehr zum Thema:

Teil 1

Teil 2

Kommentar hinterlassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.