Gut geschminkt – Teil 2

In der letzten Woche ging unsere Serie „Gut geschminkt“ los und es ging um die Basis für ein Makeup – nämlich eine ehrliche Antwort auf die Frage, wie es um die eigenen Fertigkeiten in Sachen Makeup bestellt ist. Heute kommt der nächste Schritt.

Schritt 2: Was möchte ich?

Mit Makeup kann man viel erreichen: frischer aussehen, kleine „Mängel“ verstecken und auch ein bestimmtes Image transportieren. Die gute Nachricht: alle drei Punkte lassen sich auf einmal abhandeln.

Zum Thema „Frischer aussehen“: auf – sagen wir es offen – älterer Haut sehen manche Produkte einfach nicht gut aus. Zu viel Puder betont die Falten, der falsche Lippenstift kriecht in die Lippenfältchen, Lidschatten mit zu viel Schimmer macht aber auch wirklich noch das kleinste Fältchen auf den Augenlidern sichtbar. Weiter geht es mit den Farben: ein kaltes Pink steht nur den wenigsten, Mauve auf den Augenlidern macht schnell einen müden Blick und das mit Abstand ALLERSCHLIMMSTE: Foundation im „Indianerton“ = zu dunkel.

Die kleinen „Mängel“ sind oft für andere Menschen viel weniger sichtbar, einfach mal vom Spiegel ein Stück zurücktreten auf die normale Gesprächsdistanz. Was bleibt dann noch davon übrig? Dick aufgetragener Concealer (Abdeckprodukte) sind da oft auffälliger als das, was man zu vertuschen versucht. Auch ein Zuviel an Foundation macht die Sache nicht besser. Die eigene Einschätzung der Haut ist oft viel schlechter als die von Profis. Im hellen Tageslicht sehen auch die meisten Konturierungsversuche (sic!) nicht gut aus, braune Balken im Gesicht sind einfach nicht schön.

Mein Tipp dazu: einfach mal ein „leichtes“ Makeup auflegen und die Wirkung mit dem besagten Abstand zum Spiegel beurteilen.

Letzter Punkt: welche Botschaft möchte ich mit meinem Makeup vermitteln? Bei mir ist das im Büro mit den Stichworten „Kompetenz, Seriosität“ verbunden, in der Freizeit möchte ich einfach nur ein wenig besser aussehen als ungeschminkt. Hier kann man auch richtig viel „falsch“ machen (hängt ja vom Ziel ab, ich unterstelle jetzt mal meine): Schimmer und Glitzer im Gesicht sind eine tolle Sache für den Ball, aber mal ehrlich. Was denkt man vom Gegenüber, dass vor sich hinfunkelt? Genau. Selbiges gilt für dunkelroten Lippenstift, deutlich sichtbares Blush, grellbunte Augen oder Foundation, die sich in den Mimikfalten absetzt. Nein, seriös und kompetent wirkt das nicht.

Nachdem ich jetzt so viel gemeckert habe, die Ankündigung für nächste Woche: da gibt es Listen mit fünf bzw. zehn Produkten – je nach gewünschtem Aufwand und vorhandener Zeit – um das besagte „ich sehe nur besser aus“- Makeup bzw. einen seriösen Bürolook zu schminken. In den Wochen danach geht es u.a. um die richtige Farbwahl und Auftragetechniken, aber auch um Zeitsparmöglichkeiten.

Teil 1 gibt es hier

 

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