Alles Glück dieser Erde liegt für mich nicht

auf dem Rücken der Pferde, wie es früher immer hieß, sondern auf den Skiern in den Alpen, wenn die Sonne lacht und der Schnee glitzert. So wie es die letzte Woche am Arlberg war: Nicht ein Wölkchen am Himmel, nur Sonnenschein und Lebensfreude. Ich fahre auch Ski, wenn es schneit und die Sicht schlecht ist, schließlich wohnen wir nicht in den Alpen, sondern fahren Hunderte von Kilometern dahin.

Außerdem komme ich aus einem sparsamen Beamtenhaushalt und daher wird der Skipass abgefahren, schließlich hat er genug Geld gekostet, das lasse ich mir doch von dem Wetter nicht vermiesen. Ich kann mich an einen Tag in Going erinnern, wo die Sicht so schlecht war, dass ich nicht wusste, ob ich hinauf oder hinunter fahre und mich jeder kleine Buckel sehr überrascht hat. Meine Freundin und ich haben ihren Mann angebettelt, sich nicht zu weit von uns zu entfernen, damit wir wenigstens eine kleine optische Orientierung hatten. Zu allem Überfluss hat es so geregnet (!), dass es aus unseren Helmen auf den Tisch tropfte, als wir uns in der Hütte setzten. Übrigens in der unpersönlichsten Hütte im ganzen Skigebiet, weil wir zu Recht befürchteten, dass wir die anderen Hütten nicht sehen würden, selbst wenn wir wenige Meter an ihnen vorbeikämen. Und trotzdem hat es Spaß gemacht und ist heute eine lustige Erinnerung, wenn wir uns treffen.

Aber wenn es schönes Wetter ist, die Kinder gute Laune haben und die Lifte fahren, gibt es nichts Schöneres als Skiferien. Es ist vor allem eine wunderbare Familienunternehmung. Natürlich nicht ununterbrochen, unsere Kinder gehen ein paar Tage in den Skikurs, damit sie etwas lernen (auf uns hören sie ja nicht, schließlich sind wir auch keine Skilehrer), davor und danach fahren wir zusammen. Gerade in den doch etwas unruhigen Gewässern der Pubertät haben sich gemeinsame Skiferien sehr bewährt, das schweißt zusammen und hebt die Laune auch des/der PubertistIn. Ich kann mir heute kaum noch vorstellen, dass ich bis zum meinem vierzigsten Lebensjahr überhaupt nicht Skifahren konnte und es nur auf Bitten meines Mannes versucht habe. Nun ja, jetzt hole ich das alles nach, was ich in dreißig Jahren versäumt habe – ich bin sicher, Skifahren kann man auch mit achtzig noch!!

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