Wie ist das mit der Liebe in den Jahren ab 40?

Was hat sich verändert, was ist gleich geblieben? Da gibt es eine Menge Frauen, die sind angekommen in langen Beziehungen, haben Familien gegründet, sind ja auch oft noch mit der Erziehung relativ kleiner Kinder beschäftigt. In diesen Beziehungen ist meist Ruhe an der Liebesfront, Grabesruhe sozusagen, schon wegen der erschöpfungsbedingten Betäubung, die Kleinkinder in Zusammenarbeit mit verantwortungsvoller Berufstätigkeit erschaffen.

Dann gibt es die Frauen, die etwas früher angefangen haben mit der Familiengründung oder sich zumindest früh gebunden haben. Da erlebe ich in letzter Zeit öfter, dass die Beziehungen völlig unerwartet auseinander gehen. Und zwar aus zwei Gründen: In der einen Gruppe geht der Mann. Weil er eine Neue hat. Na klar. Würde er sonst gehen? Nein, natürlich nicht. Diese Neue muss nicht unbedingt wesentlich jünger sein, nein, es reicht auch, wenn es die beste Freundin der Ehefrau oder eine Kollegin oder die Frau eines engen Freundes ist. Männliche Beziehungswahl hat eben viel mit Konkurrenzdenken zu tun.

Oder die Frauen gehen. Nicht weil sie einen Neuen haben, obwohl das auch vorkommt. Meist, weil sie nicht zufrieden sind.  Und es gibt natürlich auch noch ein paar glückliche Paare, stimmt, aber das sind sehr wenige. Warum ist das bloß so? Stimmt es doch, dass Männer und Frauen nicht zusammen passen? Dass sie sich das nur zeitweise einbilden, wenn die Gemeinsamkeiten überwiegen? Wenn also gemeinsame Schulden für das gemeinsame Haus drücken und die Kinder noch anstrengend sind?

Oder ist es nicht vielmehr so, dass wir in diesen zugegebenermaßen anstrengenden Zeiten ganz vergessen, den anderen auch noch als den Menschen zu sehen, der uns ja immerhin mal genügend fasziniert hat, dass wir uns verliebt und zusammen getan haben? Dass wir nur noch den Partner, den Vater, den Ernährer sehen und nicht mehr den Mann? Jaja, wahrscheinlich ist es anders herum auch nicht anders, aber nicht ausweichen, meine Damen, darum geht es im Moment ja nicht.

Bei den wenigen glücklichen Paaren jedenfalls, die ich kenne, ist ein wechselseitiges Interesse ebenso spürbar wie ein liebevoller Ton zu hören ist, wenn der eine von der anderen erzählt. Vielleicht ist es an der Zeit, auch unserem Mann mal wieder ein solches liebevolles Interesse entgegen zu bringen? Ihm mal wieder ein Kompliment zu machen, einfach dafür, dass er da ist? Und uns mit einer liebevollen Überraschung mal wieder die Extraportion Mühe zu geben, die ihm zeigt, dass er geliebt wird? Noch ist Zeit!!

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