Strähnchen oder merkt das wirklich keiner?

Tagtäglich frage ich mich aufs Neue, welcher Friseur des Grauens wohl am Werke gewesen ist. Ich gebe zu, dass man über Haarschnitte streiten kann, wobei ich mich auch da frage, was eigentlich vernünftige und tolle Frauen dazu treibt, „pfiffige“ Frisuren zu tragen. Aber darum geht es jetzt nicht, ich rede von den „Glanzlichtern“. Was da wo glänzen soll, hat sich mir noch nicht so recht erschlossen, aber angesichts der Masse an Strähnchen rund um mich herum muss wohl etwas dran sein. Oder auch nicht.

Also habe ich mal eine Umfrage gestartet. Mein Fragenkatalog:

  1. Warum trägst Du Strähnchen?
  2. Warum in dieser Farbe?
  3. Glaubst Du, dass das jemand sieht?

Die regelmäßige Antwort auf Frage 1 war: ich mag die Haare nicht komplett gefärbt haben. Aha. Ich finde ja, dass komplette Färbungen schneller gehen und bei den heutigen Haarfarben (allen voran Inoa von L’Oreal) gehen die Haare auch nicht mehr kaputt und es sieht auch nicht künstlich aus – sofern man nicht gerade granatrot wählt.

Zu Frage 2 kamen unterschiedlich Antworten, erstaunlicherweise haben die meisten Frauen einfach vom offensichtlich farbenblinden Friseur einfärben lassen, dem außer Blondierung wenig anderes einfiel. Sehr dezent auch die mahagonieroten oder kupferfarbenen Strähnchen im aschblond-mausgrauen Haar – da denkt man doch sofort an Glanzlichter…. auch schön sind hellblonde Strähnchen in eher dunklem Haar.

Am erstauntesten war ich aber bei Frage 3. Frauen mit offensichtlich schlecht gefärbtem Haar waren fest davon überzeugt, dass NIEMAND die Strähnchen bemerkt.

Liebe Strähnchenträgerinnen, bitte, vielleicht doch nochmal eine schöne Haarfarbe OHNE Glanzlichter überdenken? Und wenn es gar nicht anders geht: bitte im Hinterkopf behalten, dass Glanzlichter die ganz hohe Kunst des Haarfärbens sind und die Könner ihres Faches auch entsprechend teuer sind. Also bitte nicht zum Billigfriseur.

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