Dekogöttinnen oder ich bin untalentiert

Beim Blättern in der vorletzten Ausgabe der Brigitte Woman (es war noch November) hat mich wieder eine erwischt: eine Dekogöttin. Das sind diese Frauen, die auf einem Tablett einen Haufen Sand, zwei Steine und eine Kerze verteilen und es sieht – sagen wir es offen – göttlich aus. Wenn ich mich recht erinnere, kam die Dame aus Skandinavien und da war wieder so ein Tablett mit zwei Kerzen,… s. oben. Ich habe Kerzen, Duftkerzen, Teelichter, wunderbare Gläser für Teelichter, Vasen, Gläser, eine Umzugskiste voll Weihnachtsdeko und so weiter. Und was solll ich sagen?

Ich bekomme es NIE vernünftig hin – und der besondere Alptraum ist die weihnachtliche Wohnungsdekoration. In einem Jahr musste ich noch Urlaubstage nehmen und habe mit Hilfe von diversen Zeitschriftenbildern ein akzeptables Ambiente hinbekommen. Das habe ich dann sofort in allen Details fotografiert und danach einfach repliziert – dummerweise haben wir vor drei Jahren umgeräumt. Und jetzt stehe ich wieder da mit meinen planlosen Engeln, Kerzen, Ketten und Teelichtern. Und Weihnachtssternen – die waren dieses Jahr beige-rosa und sahen wirklich hübsch aus.

Aber Weihnachtsalptraum beiseite: ich versage auch gnadenlos bei Tischdekorationen, Geschenkverpackungen und Gartenplanung. Für letzteres gibt es Fachleute, Geschenke kann man gleich im Geschäft einpacken lassen und, naja, Tischdeko, wird auch überschätzt. Unsere Wohnung ist eher nüchtern ohne Schnickschnack eingerichtet – ich mag keine herumstehenden Figürchen etc. Außerdem schaffe ich es einfach nicht, sie vernünftig aufzustellen.

Ich liebe Zeitschriften wie „Wohnen und Garten“, schöne Wohnungen, schöne Gärten, stilvolle Arrangements von Blumentöpfen/ Kerzenständern/ was-auch-immer. Mir ist schon klar, dass es Menschen gibt, die einfach dieses Talent haben, aber warum kann ich nicht ein klitzekleines Bisschen davon haben?

Ich erinnere mich noch genau an einen lieben Freund aus Studienzeiten – er hatte genau dieses Händchen für den Haufen Sand, Steine etc – was er dann logischerweise auch zum Beruf gemacht hat. Schade, dass er nicht mehr hier wohnt, sondern in Berlin – er hätte einen Dauerjob. Und wer einen begabten Stylisten in Berlin braucht: dieser Dekogott heisst Frank Dingel und kann das! Link

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