Schönwettersport ist anscheinend doch das…

…was die meisten betreiben. Dachte ich Freitag mal wieder, als ich am Kanal joggen war. OK, es war kalt, so um die minus vier Grad, und es hat auch geschneit. Aber dass ich auf meienr 8-km-Runde statt der üblichen zwölf Kollegen nur zwei andere Läufer traf, hat mich doch gewundert. Das gleiche Bild heute am Sonntagmorgen am Schlachtensee, obwohl die Sonne bei Minusgraden schien. Da, wo ich mir manchmal vorkomme wie auf der Autobahn vor lauter Spaziergängern, deren Hunden, Joggern und deren Hunden, Fahrradfahrern, Kleinkindern und deren Buggies sowie meinen Joggerkollegen, ach ja, und die Walker nicht zu vergessen, die sind nicht zu unterschätzen mit ihren klappernden Stöcken, war kaum eine Handvoll Leute unterwegs.

Nun wundert mich das deswegen so sehr, weil ich mein Sportprogramm nicht dem Wetter unterwerfe, sondern meinen persönlichen Wünschen und Vorstellungen. Und es ist einfach so: Wenn ich es nicht schaffe, drei mal die Woche zu laufen und dazu noch ein bisschen Krafttraining zu machen, dann fühle ich mich nicht wohl. Ganz zu schweigen davon, was mit meiner Laune passiert, wenn ich nicht zum Yoga gehen kann. Unausgeglichen ist dann eine sanfte Untertreibung für meine Stimmung.

Es ist nicht nur die Bewegung, die mir fehlt, nein, ich brauche diese Zeit ebenso wie die Zeit für Meditation, um die restliche Zeit im inneren Gleichgewicht zu bleiben. Auf meinen Runden wälze ich alle die Probleme, die mir auf der Seele liegen, ohne direkt über sie nachzudenken. Laufen ist ja auch eine meditative Beschäftigung, man ist so angenehm beschäftigt, dass die drängenden Fragen so ganz gemütlich nach oben kommen, und ohne es zu bewusst zu fördern, bewege ich sie sozusagen in meinem Kopf, ebenso wie sich mein Körper bewegt. Und oft finde ich dann eine Lösung für ein Problem, ob es nun eine berufliche Frage ist, die ich entscheiden muss, oder eher banal das Weihnachtsgeschenk für meine Haushaltshilfe oder was auch immer. Da ist die Laufzeit gut angelegt, denn bei vollem Bewusstsein und klarem Nachdenken über diese Frage würde ich viel länger brauchen, weil mein Unterbewusstsein mich mangels Aktivierung nicht unterstützen würde.

Also, Mädels, ab zu Globetrotter, die Spikes für den Winter besorgen, die man unter dei Laufschuhe schnallt, und dann bei jedem Wetter raus und bewegen, das macht das Leben deutlich leichter! Schönwettersport ist eben nichts für uns.  Und nur die Harten kommen in den Garten!

  • Liebe Janne,

    das kann ich unterschreiben.
    Heute war ich um 6.45 unterwegs,der Weg gar nicht rutschig,sondern schön griffig.
    Die Luft roch nach Schnee,die Bäume so schön gekleidet,alles so magisch.
    Ich bin ein extrem launischer Mensch und wenn ich nicht laufen könnte,wäre ich schon längst verrückt geworden.
    Genau wir Du brauche ich die Bewegung,aber auch die Zeit für mich.Alle meine Probleme,die Kleinen und die Großen scheinen gar nicht so schlimm zu sein,ich komme immer sehr glücklich und VERSÖHNT nach Hause.
    ***Und WINTERLAUFEN finde ich besonders toll,weil es sooo schön und so schlicht ist***

  • Danke für die Blumen 🙂 wir haben eine Facebook Seite und den Like-Button baue ich nächste Woche ein!

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