Sie sind es, mit denen ich mein Leben teile….

…wenn ich mal ernsthaft darüber nachdenke. Meine Freundinnen. Meine Lieblingsfrauen. Allesamt tolle, interessante, schöne, liebenswerte, loyale, gebildete, lustige, wunderbare Frauen. Ina Müller singt an die Adresse ihrer Freundin „das letzte Mal, dass ich so richtig ausgelassen war, das war mit dir … das ist jetzt ungefähr drei Männer her“. Soweit würde ich jetzt nicht gehen, ich lache auch mit meinem Mann gerne und viel. Aber wenn ich den Prozentsatz meiner Gedanken angeben soll, den meine engen Freundinnen von mir kennen und der meinem Mann bekannt ist, dann geht das deutlich zugunsten meiner Freundinnen aus.

Ob das daran liegt, dass Frauen so direkt ans Eingemachte gehen, wenn sie sich sympathisch sind? Dass Frauen ohnehin gerne über das Leben und dessen Probleme reden (während Männer Probleme lieber lösen, falls sie ihnen überhaupt auffallen)? Ich glaube schon. Für mich ist das aber eben auch schon Leben, wenn ich mit meinen Freundinnen alles mal so richtig gründlich besprochen habe, es muss nicht immer eine Lösung am Ende stehen, manchmal reicht es wirklich, dass Reflektion und Austausch stattgefunden hat.

Oder liegt es daran, dass mir als Frau eine Frau natürlich ähnlicher ist und näher steht als ein Mann? Wobei ich auch Männer kenne, die ich sehr schätze und mit denen ich sehr gerne spreche, keine Frage. Aber dieses augenzwinkernde Übereinstimmen mit einem Halbsatz, das gibt es zwischen Männern und mir selten bis gar nicht.

Ina singt weiter „ Sie hießen Günter, Henry, Peter, sie gingen früher oder später, und manchen öden Tag hätte ich lieber mit dir verbracht“ – das kennen wir doch alle, oder? Wenn eine Bemerkung fällt in Gegenwart meiner Freundin und mir und wir uns nur anzusehen brauchen, um zu wissen, was die andere denkt? Oder um laut loszulachen? Um sich einig zu sein? Wahrscheinlich ist es das, was Freundinnen so unverzichtbar macht – dass wir zutiefst verstanden werden und absolut vertrauen können!

Deine Meinung?